Hessische Landeszentrale für politische Bildung
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Erfelden

Ehemalige Synagoge Erfelden

Ehemalige Synagoge in ErfeldenDie ehemalige Synagoge in Erfelden wurde 1877 eingeweiht.

Die ehemalige Synagoge, inmitten einer langgestreckten Häuserzeile der Erfelder Neugasse gelegen, ist in ihrer Architektur typisch für eine Dorfsynagoge.

Bereits 1877 eingeweiht, feierte sie 1927 ihr 50jähriges Bestehen. Durch Verkauf des Gebäudes im Jahr 1938 entging dieses der Zerstörung im Zuge der Nazi-Pogrome. Im Jahr 1989 erwarb der heutige Trägerverein das Anwesen und restaurierte es in fünfjähriger Arbeit weitgehend nach historischen Vorlagen. 1994 wurde die ehemalige Synagoge Erfelden als Kultur- und Begegnungszentrum eröffnet.

Ziel des Vereins ist es, die bis in das 13. Jahrhundert zurückreichenden Spuren jüdischer Geschichte im Kreis zu dokumentieren und insbesondere das Schicksal der von den Nazis vertriebenen und ermordeten jüdischen Familien vor dem Vergessen zu bewahren. Neben dieser Aufgabe als Dokumentationszentrum werden geeignete Materialien didaktisch aufbereitet, um sie Schulklassen für eine aktive Erarbeitung der heimatlichen Geschichte zur Verfügung zu stellen.

Präsenzbibliothek sowie Archiv zum jüdischen Leben auf dem Lande, hier speziell im Kreis Groß-Gerau, sind zur Zeit noch im Aufbau, können jedoch von Interessierten bereits genutzt werden. Mehrere wechselnde Ausstellungen jährlich geben Einblick in Ergebnisse historischer Forschung vor Ort und informieren über unterschiedliche geschichtliche Aspekte.

Vorträge, Lesungen, musikalische Veranstaltungen, historische und künstlerische Ausstellungen sprechen eine Vielzahl von Bewohnern des Kreises an (das Programm kann angefordert werden). Ein speziell auf Schulen zugeschnittenes Angebot sieht die Betreuung und Begleitung von Schülergruppen im Haus sowohl zur jüdischen Geschichte auf dem Land als auch zu Fragen der jüdischen Religion vor. Materialordner zum selbständigen Arbeiten stehen bereit. Auch eine fachliche Begleitung während schulischer Projektwochen kann vereinbart werden. Darüber hinaus werden nach Bedarf Seminare in Kooperation mit anderen Bildungsträgern, z.B. in der Lehrerfortbildung, durchgeführt.

Frühzeitige Terminvereinbarungen sind erwünscht, da die ehemalige Synagoge ausschließlich ehrenamtlich betreut wird.

Publikationen

Erwähnung in: "Hessische GeschichteN 1933-1945", Heft 4/2014

Herausgeber: Dr. Monika Hölscher

Vorstellung der "ehemaligen Synagoge Erfelden" und "Förderverein Jüdische Geschichte und Kultur im Kreis Groß-Gerau e.V."

Förderverein Jüdische Geschichte und Kultur im Kreis Groß-Gerau (Hrsg.):

Vorndran, Hans-Jürgen: Steine gegen das Vergessen. Stolpersteine in Mörfelden-Walldorf. Riedstadt 2009.

Die Geschichte der Juden in Biebesheim (Erfelder Heft 1). Riedstadt 1997.

Kratz, Mechthild: Jüdisches Leben im Kreis Groß-Gerau im Spiegel der Heimatpresse 1925 - 1933. Ein Beitrag zur Spurensuche (Erfelder Heft 2). Riedstadt 2000.

Informationen

Anmeldung ist erforderlich.
Führungen auf Wunsch durch Mitglieder des Vorstandes.
Eintritt frei.
Informationsfaltblatt kostenlos erhältlich (Download als PDF, 1 MB).

Anschrift

Ehemalige Synagoge Erfelden
Neugasse 43
64560 Riedstadt-Erfelden
Telefon: +49 (0) 61 58 58 27

Kontakt vor Ort

Ulf Kluck, Neugasse 41, 64560 Riedstadt-Erfelden

Tel.: 06158 / 2809

Träger

Förderverein Jüdische Geschichte und Kultur im Kreis Groß-Gerau e.V.
Internet: www.fjgk.de

Kontaktdaten 1.Vorsitzender

Walter Ullrich
Ringstr. 50
65468 Trebur-Geinsheim
Tel.: 06147 / 8361
Mobil: 0170 – 2320490

Öffnungszeiten

nach Vereinbarung

Zuständiges Referat

Dieses Thema wird von Referat 2/III bearbeitet.