Hessische Landeszentrale für politische Bildung
HLZ – Politische Bildung in und für Hessen
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Veranstaltungen

LEBENSPFADE / Ścieżki życia
Polnische Spuren in RheinMain

So viele Menschen, so viele Geschichten: Seit mehr als einem Jahrhundert prägen zugewanderte Menschen aus Polen die Region RheinMain. Mehr als 150.000 Polnischstämmige leben zwischen Wiesbaden und Hanau, Heppenheim und Bad Nauheim. Damit sind sie nach Zuwanderern aus der Türkei die zweitgrößte Migrantengruppe. Sie prägen die deutsche Gesellschaft sehr viel stärker als gemeinhin bekannt. Die Ausstellung „Lebenspfade / Ścieżki życia“ gibt ihnen Gesichter und erzählt ihre Geschichten.

Mehr als 50 Lebensläufe von Polinnen und Polen werden dargestellt, mit vielen Fotos und spannenden Exponaten. Videosequenzen demonstrieren, was Zuwanderer unter Heimat verstehen. Eine Reihe spannender Begleitveranstaltungen vertieft das Thema ebenso wie eine rund 200 Seiten zählende Veröffentlichung mit zahlreichen zusätzlichen Informationen rund um das Thema „Polnische Spuren in RheinMain“.

Öffnungszeiten:
Montag: 11.00 -19.00 Uhr
Dienstag bis Freitag: 11.00 -17.00 Uhr

Sonderöffnungen:
Samstag, 16. März / Sonntag, 17. März: jeweils 11.00 -18.00 Uhr
Sonntag, 5. Mai: 11.00 -18.00 Uhr
Ort:
Haus der Geschichte Darmstadt
Karolinenplatz 3
Darmstadt
Datum:
15. März bis 5. Mai 2019

Thomas Kielinger: "Elisabeth I. und der Kampf um England"

Ort:
Hessische Landeszentrale für politische Bildung
Taunusstraße 4-6
65183 Wiesbaden
Datum:
Donnerstag, 28. März 2019, 17:00 Uhr

„BREXIT – Was nun Europa?“

Der Autor und Journalist, Thomas Kielinger sowie der Vorsitzende der Deutsch-Britischen Gesellschaft und Finanzberater, Nicholas Jefcoat, sprechen an diesem Abend zu diesem hochaktuellen Thema.

Die Moderation übernimmt Hans Sarkowicz, Leiter hr2-Kultur.
Ort:
Schloss Jugenheim (Gartensalon)
Auf dem Heiligenberg 8
64342 Seeheim-Jugenheim
Datum:
Freitag, 29. März 2019, 19:00 Uhr

Filmvorführung
MONTAGS IN DRESDEN

Vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Diskussionen im Zusammenhang mit der Flüchtlingspolitik, der Migration und Integration, extremistischen Tendenzen auf verschiedenen Ebenen regt der Film MONTAGS IN DRESDEN an, sich mit Pegida sowie mit den Hintergründen und Motiven von Pegida-Anhängern auseinanderzusetzen.
Ort:
Programmkino Rex
Wilhelminenstr. 9
64283 Darmstadt

Öffnungszeiten:
Das Rex öffnet ca. 30 Minuten vor Beginn der ersten Vorstellung.
Datum:
Dienstag, 2. April 2019, 20:00 Uhr

Filmvorführung
MONTAGS IN DRESDEN

Vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Diskussionen im Zusammenhang mit der Flüchtlingspolitik, der Migration und Integration, extremistischen Tendenzen auf verschiedenen Ebenen regt der Film MONTAGS IN DRESDEN an, sich mit Pegida sowie mit den Hintergründen und Motiven von Pegida-Anhängern auseinanderzusetzen.
Ort:
Kinocenter Gießen
Bahnhofstrasse 34
35390 Gießen

Öffnungszeiten:
30 Minuten vor der ersten Vorstellung
Datum:
Mittwoch, 3. April 2019, 20:00 Uhr

Himmlers Forscher: Wehrwissenschaft und Medizinverbrechen im "Ahnenerbe" der SS, Paderborn 2014

Vortragender Dr. Julien Reitzenstein
Im Nürnberger Ärzteprozess wurde Wolfram Sievers für die unter seiner Verantwortung im Institut für wehrwissenschaftliche Zweckforschung begangenen Medizinverbrechen zum Tode verurteilt. Nun liegt erstmals eine Gesamtdarstellung dieser zum »Ahnenerbe« der SS gehörenden Einrichtung vor. Nahezu ausschließlich auf der Grundlage von Archivquellen aus aller Welt rekonstruiert der Autor die Arbeit aller Bereiche des Instituts für wehrwissenschaftliche Zweckforschung. Dabei werden nicht nur bisher unbekannte Abteilungen vorgestellt, sondern auch zahlreiche weitere neue Erkenntnisse präsentiert: Die bislang ungeklärte Identität der Opfer von Kampfstoff-Versuchen wird ebenso aufgedeckt wie die Beteiligung des Instituts an der Entwicklung von B- und C-Waffen oder die Aneignung von Immobilien teils prominenter Vorbesitzer. Das akribisch recherchierte Buch führt in die Welt der SS-Forscher und ihrer Zielsetzungen. Gleichzeitig wird ein plastisches Beispiel dafür gegeben, wie es einem ehrgeizigen und opportunistischen Wissenschaftsmanager durch die Kooperation mit Himmler gelang, dass sein Forschungsinstitutnoch in der Endphase des Krieges weiter expandieren konnte.
Diese Veranstaltung gehört zur Reihe "Das Problem Auschwitz beginnt nicht erst an den Toren von Auschwitz und Birkenau".
Ort:
Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Mosbacher Straße 55, 65187 Wiesbaden
Datum:
10. April 2019, 19 Uhr

Literatur und Politik: Gewalt im November 1938
Die „Reichskristallnacht“: Initial zum Holocaust

Die Gewalt im November 1938 – Brandstiftung gegen Synagogen, Plünderung und öffentliche Misshandlung – war ein Rückfall in finstere Barbarei. Ihr folgten die Beraubung und Entrechtung durch die Regierung, die NSDAP und eine willfährige Bürokratie.

Autor: Wolfgang Benz
Moderator: Stefan Schröder
Ort:
HLZ
Taunusstraße 4–6
65183 Wiesbaden
Datum:
Donnerstag, 11.April 2019, 17 Uhr

Diener des Rechts und der Vernichtung - Das Verfahren gegen die Teilnehmer der Konferenz von 1941 oder: Die Justiz gegen Fritz Bauer, Frankfurt am Main 2017

Vortragender: Christoph Schneider
Anfang der 1960er Jahre wurde gegen zahlreiche ehemalige Oberlandesgerichtspräsidenten und Generalstaatsanwälte ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, das im Kontext der von Fritz Bauer vorangetriebenen Strafverfolgung von NS-Tätern stand. Der Vorwurf lautete: Unterstützung der systematischen Ermordung von Kranken und Behinderten zur Zeit des Nationalsozialismus. Auf einer vom Justizminister einberufenen Konferenz im April 1941 waren die hohen Juristen nach umfassender Unterrichtung aufgefordert worden, die Tat zu decken. Das »Schlegelberger-Verfahren« — benannt nachdem einladenden Justizminister — dauerte zehn Jahre. Als noch vier der insgesamt 33 Beschuldigten übrig waren, wurde es eingestellt. Die Konferenz, das Verfahren selbst und die Anstrengungen, es vor dem Vergessen zu bewahren, bilden ein erinnerungspolitisches Ensemble. Es zeigt eindrücklich, auf welche Widerstände die Aufklärung, für die heute der Name Fritz Bauer steht, im Justizapparat stieß.
Diese Veranstaltung gehört zur Reihe "Das Problem Auschwitz beginnt nicht erst an den Toren von Auschwitz und Birkenau".
Ort:
Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Mosbacher Straße 55, 65187 Wiesbaden
Datum:
8. Mai 2019, 19 Uhr

Literatur und Politik: Projekt Europa - Eine kritische Geschichte

Die EU ist im Krisenmodus. Nach Jahrzehnten des Erfolgs scheint sie nun erstmals in ihrer Existenz bedroht. Doch ist die heutige Situation wirklich so außergewöhnlich?
Ort:
HLZ
Taunusstraße 4–6
65183 Wiesbaden
Datum:
Donnerstag, 16. Mai 2019

Empfang und Veranstaltung "Demokratie ganz nah – 16 Ideen für ein gelebtes Grundgesetz"

"Empfang bzgl. von 16 Projekten aus den 16 Bundesländern beim Bundespräsidenten Herrn Frank-Walter Steinmeier. Aus Hessen: Fair Play Forum."
Ort:
Berlin
Datum:
22. Mai 2019

Veranstaltung zur Publikation „Kurzschluss – Wie einfache Wahrheiten die Demokratie untergraben“

Seminartag zur Thematik und Publikation „Kurzschluss – Wie einfache Wahrheiten die Demokratie untergraben“.
Ort:
Frankfurt am Main, Polizeipräsidium
Datum:
23. Mai 2019

Veranstaltung zur Publikation „Kurzschluss – Wie einfache Wahrheiten die Demokratie untergraben“

Seminartag zur Thematik und Publikation „Kurzschluss – Wie einfache Wahrheiten die Demokratie untergraben“.
Ort:
Kassel, Hochschule für Polizei und Verwaltung
Datum:
24. Mai 2019

Ausstellung „100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland“

Die Ausstellung "100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland" befasst sich -wie der Titel bereits offenbart- mit dem Frauenwahlrecht, dessen Geschichte und Entwicklung.
Ort:
Wiesbaden HLZ
Datum:
28. Mai - 04. Juli 2019

Fritz Bauer oder: Auschwitz vor Gericht, München 2013

Vortragender: Dr. Ronen Steinke
Wer war Fritz Bauer? Fritz Bauer zwang die Deutschen zum Hinsehen: Inmitten einer Justiz, die in der jungen Bundesrepublik noch immer von braunen Seilschaften geprägt war, setzte er den großen Frankfurter Auschwitz-Prozess durch. Er kooperierte mit dem israelischen Geheimdienst, um Adolf Eichmann vor Gericht zu bringen. Aber wer war der kämpferische Einzelgänger wirklich? Ronen Steinke erzählt das Leben eines großen Juristen und Humanisten, dessen persönliche Geschichte zum Politikum wurde. Ronen Steinke ist Redakteur und Autor der "Süddeutschen Zeitung". Seine juristische Doktorarbeit über Kriegsverbrechertribunale von 1945 bis heute wurde von der FAZ als "Meisterstück" gelobt. Zuletzt erschien im Piper Verlag seine Biografie über Fritz Bauer, den mutigen Ermittler und Ankläger der Frankfurter Auschwitz-Prozesse, die preisgekrönt verfilmt und in mehrere Sprachen übersetzt wurde.
Diese Veranstaltung gehört zur Reihe "Das Problem Auschwitz beginnt nicht erst an den Toren von Auschwitz und Birkenau".
Ort:
Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Mosbacher Straße 55, 65187 Wiesbaden
Datum:
5. Juni 2019, 19 Uhr

Wohnen / Dilemmata der Wohnungspolitik zwischen bezahlbarem Wohnen und Nachhaltigkeit

Vortrag und Diskussion zur Thematik „Wohnen / Dilemmata der Wohnungspolitik zwischen bezahlbarem Wohnen und Nachhaltigkeit“.
Ort:
Darmstadt, Evangelische Hochschule
Datum:
06. Juni 2019

Literatur und Politik „Starke Hessinnen – 100 Jahre Politikerinnen im Hessischen Landtag“

Moderiertes Gespräch und Diskussion zur Publikation „Starke Hessinnen – 100 Jahre Politikerinnen im Hessischen Landtag“.
Ort:
Wiesbaden HLZ
Datum:
13. Juni 2019

Eine Stadt und die Schuld: Wiesbaden und die NS-Vergangenheit seit 1945, Göttingen 2019

Vortragender: Dr. Philipp Kratz
Eine Langzeitstudie zur Nachgeschichte des Nationalsozialismus in der Bundesrepublik Deutschland. Der Umgang der Deutschen mit der NS-Vergangenheit gilt heute vielen als vorbildlich. Aber die Bereitschaft zu einer Auseinandersetzung mit dem »Dritten Reich« war lange Zeit keine Selbstverständlichkeit. Wie schwierig dieser Weg sein konnte, untersucht Philipp Kratz am Beispiel der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden. Er führt dabei die wichtigsten Felder der »Vergangenheitsbewältigung« zusammen: Wie gingen ehemalige Verfolger und Verfolgte miteinander um, die im städtischen Nahraum nach Kriegsende wieder aufeinandertrafen? Wie stritten die Zeitgenossen um Fragen nach individueller und kollektiver Schuld und die daraus zu ziehenden Konsequenzen? Welche Formen der Bestrafung, der Wiedergutmachung und des Gedenkens, aber auch der erneuten Demütigung, Instrumentalisierung und des Beschweigens bildeten sich heraus? Gibt es eine »zweite Schuld«, weil die erste vielfach folgenlos blieb? Die konsequent lokale Perspektive erlaubt es, solchen Debatten detailliert und über einen langen Zeitraum hinweg nachzugehen. Dabei wird deutlich, dass sich die Auseinandersetzung der Deutschen mit der Schuldfrage weder als geradlinige Erfolgsgeschichte noch als bloße Defizitgeschichte erzählen lässt.
Diese Veranstaltung gehört zur Reihe "Das Problem Auschwitz beginnt nicht erst an den Toren von Auschwitz und Birkenau".
Ort:
Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Mosbacher Straße 55, 65187 Wiesbaden
Datum:
7. August 2019, 19 Uhr

Auschwitz vor Gericht: Fritz Bauers Vermächtnis und seine Mißachtung, Frankfurt 2018

Vortragender: Werner Renz
Werner Renz, bis 2016 wissenschaftlicher Mitarbeiter und Leiter des Archivs des Fritz Bauer Instituts, zeichnet in diesem Band die NS- Prozesse nach, angefangen mit dem ersten Auschwitz-Prozess unter Generalstaatsanwalt Fritz Bauer in Frankfurt am Main über die Frankfurter Nachfolgeprozesse bis hin zu den jüngsten Verfahren gegen Demjanjuk, Hanning und Gröning. Dabei analysiert er die jeweilige Rechtsauffassung und die Rechtspraxis dieser Prozesse und deren Resonanz in der Öffentlichkeit. So hatte eine uneinheitliche Rechtsprechung in den vergangenen Jahrzehnten eine inkonsequente Justizpraxis zur Folge. Freisprüche und Verfahrenseinstellungen liefen für manche Kritiker auf Strafvereitelung hinaus. Zahllose Holocaust-Täter blieben unbehelligt. Insgesamt kann bei der Aufarbeitung der NS-Verbrechen das Versagen nicht nur der Justiz, sondern auch der Politik, der Strafrechtswissenschaft, der Zeitgeschichtsforschung und der deutschen Öffentlichkeit festgestellt werden.
Diese Veranstaltung gehört zur Reihe "Das Problem Auschwitz beginnt nicht erst an den Toren von Auschwitz und Birkenau".
Ort:
Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Mosbacher Straße 55, 65187 Wiesbaden
Datum:
4. September 2019, 19 Uhr

Studienreise „Israel – Geschichte, Politik und Gesellschaft“

Die Hessische Landeszentrale für politische Bildung (HLZ) plant in der Zeit vom 30. September bis 12. Oktober 2019 eine Studienreise nach Israel und in die palästinensischen Gebiete. Die Durchführung der Reise sowie das detaillierte Programm werden allerdings von der aktuellen Sicherheitslage vor Ort abhängig gemacht.
Ort:
Israel (Rundreise)
Datum:
30. September bis 12. Oktober 2019

Hermann Langbein: Ein Auschwitz-Überlebender in den erinnerungspolitischen Konflikten der Nachkriegszeit, Frankfurt 2012

Vortragende: Dr. Katharina Stengel
Das Leben Hermann Langbeins (1912–1995) war ein Leben in Extremen: Aufgewachsen in Wien, trat er 1933 der Kommunistischen Partei bei, nahm nach dem »Anschluss« Österreichs am Spanischen Bürgerkrieg teil und wurde 1941 von Frankreich nach Deutschland ausgeliefert. Er überlebte – im Widerstand engagiert – die Konzentrationslager Dachau und Auschwitz. 1954 wurde er Generalsekretär des Internationalen Auschwitz Komitees, das gegen große Widerstände versuchte, in der bundesdeutschen und österreichischen Gesellschaft eine Wahrnehmung der Verbrechen von Auschwitz durchzusetzen. Er engagierte sich für die Strafverfolgung der Täter, die Entschädigung der Opfer, die Erforschung der Lagergeschichte. Mit zunehmender Distanz zur Kommunistischen Partei geriet er zwischen die Fronten des Kalten Kriegs. Hermann Langbein trug maßgeblich zum Zustandekommen des Frankfurter Auschwitz-Prozesses bei und bezeugte seine Erinnerungen in Büchern wie »Menschen in Auschwitz«. Katharina Stengel zeichnet das Leben dieses Auschwitz-Überlebenden als politischem Akteur der Nachkriegszeit nach.
Diese Veranstaltung gehört zur Reihe "Das Problem Auschwitz beginnt nicht erst an den Toren von Auschwitz und Birkenau".
Ort:
Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Mosbacher Straße 55, 65187 Wiesbaden
Datum:
10. Oktober 2019, 19 Uhr

Rasse, Siedlung, deutsches Blut: Das Rasse- und Siedlungshauptamt der SS und die rassenpolitische Neuordnung Europas, Göttingen 2013

Vortragende: Prof. Dr. Isabel Heinemann
Das Rasse- und Siedlungshauptamt der SS (RuSHA) war im NS-Staat zuständig für die rassische Überprüfung von SS-Angehörigen sowie ab 1939 von sogenannten Volksdeutschen, von Polen, Russen, Slowenen, Elsässern und Lothringern. Weit mehr als eine Million Menschen aus ganz Europa wurden diesen Musterungen unterzogen, für die meisten war das Votum der SS-Rassenprüfer von existentieller Bedeutung. Der »rassische Wert« der Menschen bestimmte, ob sie enteignet, vertrieben, umgesiedelt oder zur Zwangsarbeit herangezogen, als Jude identifiziert, zur Ermordung in ein Vernichtungslager geschickt wurden – oder nicht. Damit lieferte die rassische Hierarchisierung nicht nur die vermeintlich wissenschaftliche Begründung der NS-Bevölkerungspolitik, sondern prägte entscheidend die besatzungspolitische Praxis. Die rassischen Überprüfungen und damit verbundenen Umsiedlungen erweisen sich als Grundpfeiler der NS-Diktatur, als zentrales Element des Rassenstaates. Isabel Heinemann analysiert das RuSHA als eine Schlüsselinstitution des SS-Imperiums und stellt die Rasseexperten der SS aus dem RuSHA als eine spezifische Gruppe von NS-Funktionären vor. Daneben zeigt sie, wie die Rasseexperten die rassische Auslese konzipierten, umsetzten und welche Konsequenzen dies hatte. Sechs Fallstudien demonstrieren, wie das Votum der SS-Rasseexperten die gewaltsame Vertreibungs- und Neuordnungspolitik in den europäischen Regionen prägte – in der Tschechoslowakei, in Westpolen, in Elsaß-Lothringen, im »Generalgouvernement«, in der besetzten Sowjetunion und im »Altreich«.
Diese Veranstaltung gehört zur Reihe "Das Problem Auschwitz beginnt nicht erst an den Toren von Auschwitz und Birkenau".
Ort:
Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Mosbacher Straße 55, 65187 Wiesbaden
Datum:
6. November 2019, 19 Uhr

Workshops: "Fair Play Hessen"

Im Rahmen des Fair Play Forums und der damit angebotenen Workshops werden Ehrenamtliche in Vereinen/ Schiedsrichtervereinigungen zur Fair Play Thematik geschult.
Ort:
Vereine in ganz Hessen
Datum:
ganzjährig