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50. Todestag Martin Luther King Junior

Der bedeutendste Anführer der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung, Martin Luther King Junior, kämpfte erfolgreich gegen die Rassentrennung in den USA

Martin Luther King Junior wurde am 15. Januar 1929 in Atlanta geboren und wuchs in einer religiösen Familie auf. Der studierte Soziologe und Theologe zog 1954 mit seiner Frau Coretta Scott Williams nach Montgomery/Alabama, wo er seine erste eigene Gemeinde übernahm. Mitte der Fünfzigerjahre begannen erste Proteste gegen die Rassentrennung in den USA. In Montgomery weigerten sich die Schwarzen auf ihre Sitzplätze im Bus zugunsten der Weißen zu verzichten. King leitete die Gruppe, die den „Montgomery Bus Boycott“ organisierte. Die Proteste hielten über ein Jahr an und führten dazu, dass der Oberste Gerichtshof die Rassentrennung in den öffentlichen Verkehrsmitteln fortan verbot. King organisierte in den folgenden Jahren gewaltfreie Aktionen wie Märsche, Sitzblockaden und Gebetskreise. Der Höhepunkt der Proteste war der „Marsch auf Washington“ am 28. August 1963. Mehr als 250.000 Menschen nahmen an einer friedlichen Demonstration teil, die sich für die Gleichberechtigung aller Menschen und gegen den Rassismus einsetzte. Bei dieser Demonstration hielt Martin Luther King Junior seine berühmte Rede: I have a dream. Unter anderem sagte King "Ich habe einen Traum. Dass meine vier kleinen Kinder eines Tages in einem Land leben, wo sie nicht nach ihrer Hautfarbe, sondern nach ihrem Charakter beurteilt werden. … Ich habe einen Traum, dass eines Tages auf den roten Hügeln von Georgia die Söhne früherer Sklaven und die Söhne früherer Sklavenhalter miteinander am Tisch der Brüderlichkeit sitzen können".

Sein Traum von der Aufhebung der Rassenunterschiede und der Einführung eines Bürgerrechtsgesetzes wurden bereits 1964 durch die Verabschiedung des „Civil Rights Act“ wahr.

King erhielt im selben Jahr noch den Friedensnobelpreis. 1965 trat ein neues Wahlrecht in Kraft, durch das alle schwarzen Amerikaner nun endlich an Wahlen teilnehmen durften.

Bis zu seiner Ermordung am 4. April 1968 in Memphis setzte sich King für die Unterdrückten und Armen in der Gesellschaft unabhängig von der Hautfarbe ein und forderte eine Revolution der Werte.

Kings Engagement hat bis zum heutigen Tag Spuren hinterlassen. Die Situation der Afroamerikaner in den USA hat sich in den letzten Jahrzehnten deutlich verbessert. Am dritten Montag im Januar feiert man heute den „Martin Luther Kings Day“. Für viele US-Amerikaner ist dies ein gesetzlicher Gedenk- und Feiertag.

Auch anderen gilt und galt King als Vorbild mit friedlichen Mitteln für eine gerechte Welt zu kämpfen, z.B der Bürgerrechts- und Friedensbewegung der ehemaligen DDR.