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300. Geburtstag von Johann Joachim Winckelmann

Die Antike lebt

Johann Joachim Winckelmann
© BY-NC-SA/Gleimhaus Halberstadt

Die Antike ist alt, bilderlos und uninteressant. Die Tatsache, dass diese Behauptung falsch ist, verdanken wir Johann Heinrich Winckelmann.

Johann Joachim Winckelmann wurde am 9. Dezember 1717 als Sohn eines Schumachers in Stendal geboren. Nach dem Schulbesuch studierte Johann Joachim Winckelmann an den Universitäten Halle und Jena Theologie und Medizin, um danach eine Stelle als Konrektor einer Lateinschule anzunehmen. Auf Schloss Nöthnitz bei Dresden war er von 1748 bis 1754 Bibliothekar. Schließlich zog er 1755 nach Rom, wo er sich ab dieser Zeit intensiv mit der antiken Kunst auseinandersetzte und dort später zum Präsidenten der Altertümer in päpstlichen Diensten benannt wurde. Winckelmann starb am 8. Juni 1768 in Triest.

Aus seinen Tätigkeiten in Rom und Italien entstand u.a. sein Hauptwerk mit dem Titel "Geschichte der Kunst des Altertums", in dem er die klassische Archäologie und die neue Kunstwissenschaft begründet. Seine gesamten Schriften weisen ihn als kompetenten Kunstwissenschaftler und wichtigen Theoretiker des Klassizismus aus. Sein Lebenswerk beeinflusste viele Generationen von Wissenschaftlern, Künstlern und auch Politikern. Es prägt bis heute die Art und Weise, wie wir die Antike betrachten. So ist Winckelmann ein „Übersetzer vergangener Zeiten“. Da die Wiege der Demokratie im alten Griechenland stand, kann Winckelmann auch als Helfer in der „Demokratie-Zeitreise“ angesehen werden.