Hessische Landeszentrale für politische Bildung
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25. Jahrestag Vertrag über die Europäische Union (Maastricht-Vertrag): „Seele, Rückgrat und Bindekitt für die Europäische Union“

Informationen zur politischen Bildung Nr. 279:
Europäische Union

Am 7. Februar 1992 wurde im niederländischen Maastricht der Vertrag über die Europäische Union (EU-Vertrag) vom Europäischen Rat unterzeichnet. Er bildet zusammen mit dem Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) die Grundlage für das politische System der Europäischen Union. Der Maastricht-Vertrag löste damit die 1957 geschlossenen Römischen Verträge ab und trat am 1. November 1993 in Kraft.

Der EU-Vertrag beinhaltete u.a. Bestimmungen zur Schaffung einer Wirtschafts- und Währungsunion, einer gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik und einer engen Zusammenarbeit in der Justiz- und Innenpolitik. Außerdem enthielt er umfassende Änderungen der Verträge zur Gründung der Europäischen Gemeinschaften (EG-Vertrag), des EURATOM-Vertrags und des damals noch in Kraft befindlichen Vertrags der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl.

Der Gründungsvertrag wurde in den folgenden Jahren vor allem bedingt durch den Beitritt von neuen Ländern mehrfach geändert: Vertrag von Amsterdam 1997, Vertrag von Nizza 2001, Vertrag von Lissabon 2007 sowie der Akte von 2012. 

Der EU-Vertrag ist in den 24 Amtssprachen der Europäischen Union abgefasst und in jeder Sprachversion gleichermaßen rechtsverbindlich. 

Derzeit gehören 28 Staaten der Europäischen Union an. Bedingt durch den Brexit wird das Vereinigte Königreich (Großbritannien) voraussichtlich 2019 aus der Europäischen Union ausscheiden. „Maastricht ist die Seele, das Rückgrat und der Bindekitt für die Europäische Union, der sich trotz aller Unkenrufe bewährt hat“, so HLZ-Direktor Alexander Jehn.

Bei der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung können folgende Publikationen zum Thema bestellt wurden: Jürgen Habermas: Zur Verfassung Europas, Europäische Union (Informationen zur politischen Bildung Nr. 279) und Die Europäische Währungsunion von Daniela Schwarzer.