Hessische Landeszentrale für politische Bildung
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200. Geburtstag Karl Marx

Karl Marx war Philosoph, Nationalökonom, Journalist und vor allem Wissenschaftler. Mit seinen zahlreichen Veröffentlichungen hat er viele Spuren in den verschiedensten wissenschaftlichen Disziplinen hinterlassen: in der Ökonomie, in den Rechtswissenschaften, in der Soziologie, in der Politikwissenschaft oder in der Theologie.

Der am 5. Mai 1818 in Trier geborene Karl Marx studierte von 1835-41 Staatswissenschaften, Philosophie und Geschichte in Bonn und Berlin und promovierte schließlich an der Universität Jena.

Marx setzte sich schon früh in seiner journalistischen Tätigkeit mit den politischen und ökonomischen Begebenheiten seiner Zeit auseinander. Dabei kam er immer wieder in Konflikt mit der preußischen Regierung, um schließlich ab 1849 in London seine zweite Heimat zu finden.

Er veröffentlichte zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten u.a. „Zur Kritik der politischen Ökonomie“ (1859) und „Das Kapital“ (1867). Die Bände 2 und 3 des „Kapitals“ wurden nach seinem Tod von Friedrich Engels 1885 bzw. 1894 herausgegeben.

Mit Engels hatte er 1848 das „Kommunistische Manifest“ publiziert, eine radikale Kritik der bürgerlichen Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung und gleichzeitig ein Aufruf zum Klassenkampf an das internationale Proletariat. Das Manifest beginnt mit den Worten "Ein Gespenst geht um in Europa - das Gespenst des Kommunismus" und endet mit dem Aufruf "Proletarier aller Länder vereinigt euch!".

„Blickt man auf die Schriften von Marx und analysiert man die Sichtachsen seiner geistigen Schüler auf die sozialen Verhältnisse der damaligen Zeit, wird der Marxismus als aus alltagsweltlichen und intellektuellen Quellen genährtes Streben erkennbar, ein auf Radikalität gründendes, umfassendes und in naher Zukunft umsetzbares Programm zur Veränderung der „Wirklichkeit“ zu entwickeln. Diejenigen, die Marx folgten, malten keine Utopie. Sie zogen aus dem Marx-Werk ein auf das Heute gemünztes, wissenschaftlich begründetes Erkenntnisversprechen. Marx war sozusagen ein mit wissenschaftlicher Präzision versehener Heilsverkünder, der mit seinen zwei „R“ – Radikalität und Revolution – als Gesellschaftsmedizin hausieren ging. Neben dem Gegenwartsbezug und seiner Intellektualität machten und machen gerade diese zwei „R“ die Faszination seiner Lehren aus“, unterstreicht Dr. Alexander Jehn, Direktor der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung.

Die Hessische Landeszentrale für politische Bildung bietet folgende Publikationen zum Thema an, die direkt über den Link bestellt werden können:

"Demokratietheorien. Von der Antike bis zur Gegenwart"

und "Dokumente der Freiheit"