Hessische Landeszentrale für politische Bildung
HLZ – Politische Bildung in und für Hessen
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10 Jahre Point Alpha Stiftung

Bild: © Point Alpha Stiftung

Freiheit ist spürbar. Prickelnd spürbar ist das Erfahren der Trennlinie zwischen Unfreiheit und Freiheit kaum intensiver als auf Point Alpha, einem ehemaligen Beobachtungspunkt der US-Army an der ehemaligen innerdeutschen Grenze zwischen Rasdorf und Geisa. Die hessisch-thüringische Mahn-, Gedenk- und Begegnungsstätte entwickelt ihr ganz eigenes herbes Flair am Rande der Rhön: Der Ort ist ein Denkmal der Geschichte des Kalten Krieges und der Konfrontation der beiden Militärbündnisse, des Warschauer Pakts und der NATO.
Vor zehn Jahren, im Januar 2008, wurde die Point Alpha Stiftung gegründet. Dabei galt es nicht nur, den historischen Ort zu bewahren. Vielmehr wollten die Länder Thüringen und Hessen mit der Stiftungsgründung zukunftsgerichtet die Geschichte des Kalten Krieges, der Teilung Deutschlands und Europas, der SED-Diktatur, des Grenzüberwachungssystems der DDR wie auch den Alltag an beiden Seiten der „Zonengrenze“ erzählen. Mittlerweile ist Point Alpha die besucherstärkste Gedenkstätte Hessens und damit zu einer echten hessisch-thüringischen Erfolgsgeschichte geworden. Die zwischenzeitlich gegründete Point Alpha Akademie mit ihren Seminarangeboten hat sich in der Landschaft der politischen Bildung gut etabliert.
So steht die Stiftung streitbar und aufrecht für die Würdigung der Werte von Freiheit, Demokratie und Menschenrechten. Die beiden modernen Dauerausstellungen im „Haus auf der Grenze“ sowie im ehemaligen US-Camp machen die Dimensionen der möglichen militärischen Konfrontation und der Unfreiheit am authentischen Ort erfahrbar. Damit wurde Point Alpha im besten Sinne des Wortes zu einem besonderen außerschulischen Lernort.