Hessische Landeszentrale für politische Bildung
HLZ – Politische Bildung in und für Hessen
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Büdingen

Heuson-Museum im Rathaus Büdingen

Vitrine mit Exponaten zur Geschichte der Juden im Raum Büdingen

Das Heuson-Museum, ein vom Büdinger Geschichtsverein eingerichtetes und getragenes Regionalmuseum, befindet sich im Historischen Rathaus aus dem Jahre 1458, im alten Stadtkern Büdingens gelegen (Parkplätze auf dem nahen Schloßplatz hinter der Marienkirche und auf dem Altstadt-Parkplatz). Aufgrund des außerordentlich großen Interesses der Bevölkerung an der 1979 / 80 dort gezeigten Sonderausstellung der Hessischen Staatsarchive „Juden in Hessen“ richtete das Museum 1981 eine Großvitrine für die Dauerausstellung zur Geschichte und Kultur der Juden in Büdingen und Umgebung ein, die im ersten Stock vor dem Sitzungssaal ihren Platz gefunden hat. Ihr gegenüber steht die Vitrine mit den Originalen zweier hebräischer Gebetbücher aus dem 18. Jahrhundert, die 1995 im Haus Münz neben dem Rathaus auf dem Speicher entdeckt wurden.

Der Büdinger Geschichtsverein bietet Führungen nach Vereinbarung an, unter anderem im Rahmen der Museumsführung. Mit dem Vorsitzenden des Geschichtsvereins können darüber hinaus Stadtführungen vereinbart werden, bei denen besonders auch auf die Geschichte und Kultur der Büdinger Juden eingegangen wird (ehemalige Synagoge; jüdischer Friedhof; ehemals von jüdischen Familien bewohnte Häuser). Nach Absprache können die im Museum befindliche Präsenzbibliothek sowie die Sammlungen des Geschichtsvereins eingesehen werden, welche u.a. auch Materialien zur jüdischen Geschichte enthalten.

Publikationen

Büdinger Geschichtsverein (Hrsg.): Zur Geschichte und Kultur der Juden in Büdingen und Umgebung. Museumsinformation 5/1981. Erg. Aufl. Büdingen 2007.

Decker, Klaus Peter: Der Streit um die Aufnahme des Juden Schmey in Büdingen nach dem Dreißigjährigen Krieg, in: Büdinger Geschichtsblätter. Bd. XII. Hrsg.: Büdinger Geschichtsverein. Büdingen 1984.

Heß, Rainer: Unbewältigte Vergangenheit, in: Chronik Düdelsheim 792 – 1992. Festschrift. Büdingen 1992.

Heuson, Hans-Velten: Max Halberstadt. Ein jüdischer Lehrer und Erzieher in Büdingen, in: Büdinger Geschichtsblätter. Bd. XIII. Hrsg.: Büdinger Geschichtsverein. Büdingen 1988.

Luh, Willi / Lorenzen, Gisela / Kingreen, Monica / Wagner, Werner / Wiesner, Christa: Mehrere Beiträge zur Geschichte und Kultur der Juden in Büdingen, zur Entrechtung und Vertreibung, zu Terror und Gewalt, in: Büdinger Geschichtsblätter. Bd. XVII. Hrsg.: Büdinger Geschichtsverein. Büdingen 2001.

Luh, Willi: Zur Geschichte und Kultur der Juden in Büdingen. Sonderdruck aus: Büdinger Geschichtsblätter. Bd. XVII. Büdingen 2008

Alle Publikationen sind, sofern nicht vergriffen, bei der Museumsaufsicht erhältlich.

Informationen

Eintritt und Führung frei. Museumsinformation für 2 Euro erhältlich. Spenden erbeten.

Anschrift

Heuson-Museum im Rathaus
Rathausgasse 6
63654 Büdingen
Telefon: +49 (0) 60 42 95 00 32

Träger

Büdinger Geschichtsverein e.V.
In der Langgewann 58
63654 Büdingen
Telefon und Fax: +49 (0) 60 42 28 53

Leitung / Vorsitzender

Willi Luh

Öffnungszeiten

Dienstag – Freitag 10.00 – 12.00 Uhr
Mittwoch und Samstag 15.00 – 17.00 Uhr
Sonn- und Feiertage 10.00 – 12.00 Uhr und 15.00 – 17.00 Uhr
sowie nach Vereinbarung

Zuständiges Referat

Dieses Thema wird von Referat 2/III bearbeitet.