Hessische Landeszentrale für politische Bildung
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Die Stiftung Adam von Trott, Imshausen e.V.

- Lernen und Arbeiten in historischer Umgebung

Mittelpunkt des historischen Gebäudeensembles im Trottenpark in Bebra-Imshausen ist das Herrenhaus, das Elternhaus des Widerstandskämpfers Adam von Trott zu Solz (1909-1944). Das 1791 erbaute Haus ist nicht nur ein einzigartiges Kulturdenkmal (wie viele Herrenhäuser in der Region ist es in Lehmfachwerk-Bauweise errichtet worden, aus kunsthistorischer Sicht zeigt es Merkmale des ausgehenden Rokoko- sowie des beginnenden klassizistischen Stils), sondern auch eine Erinnerungsstätte. Als Tagungs- und Begegnungshaus wird es von Gruppen zum Arbeiten genutzt, ist aber auch ein besonderer außerschulischer Lernort, der insbesondere gegenwärtig, in einer Zeit, in der es nahezu keine lebenden Zeitzeugen mehr für die Zeit des Nationalsozialismus gibt, für eine ganz eigene Form der Zeitzeugenschaft steht. Insbesondere junge Menschen sind erfahrungsgemäß sehr empfänglich für das, was den Ort ausmacht und können so auf einzigartige Weise für die Geschichte interessiert werden.

Eigentümer und Erhalter dieses besonderen Ortes ist der Verein „Stiftung Adam von Trott, Imshausen e.V.“, der trotz bescheidener finanzieller Mittel und weitgehend ohne fest einkalkulierbare, regelmäßige Zuschüsse der öffentlichen Hand die anspruchsvolle Aufgabe übernommen hat, das Haus zu erhalten und zu nutzen und es mit Möglichkeiten zur Begegnung und anspruchsvollen inhaltlichen Angeboten zu „füllen“.
Die Stiftung Adam von Trott, Imshausen e.V. ist in ihren Anliegen ihrem Namensgeber Adam von Trott zu Solz (1909-1944) verpflichtet. Er leistete als früher und entschiedener Gegner des Nationalsozialismus Widerstand gegen das Regime. Trott wurde nach dem Scheitern des Attentats vom 20. Juli 1944 auf Hitler am 15. August 1944 vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und am 26. August in Berlin-Plötzensee ermordet. Adam von Trott lag es am Herzen, Menschen der verschiedensten Grundüberzeugungen miteinander zu verbinden. Hierfür nutzte er sein weit gespanntes Netzwerk persönlicher Freundschaften.
Die inhaltlichen „Säulen“ der Stiftungsarbeit sind heute die Beschäftigung mit

  • Widerstand in den Diktaturen (Schwerpunkte: Nationalsozialismus und DDR)
  • Widerstehen in der Demokratie
  • Förderung der ökumenischen Idee

Eine lange Tradition haben inzwischen die Gedenkfeiern zum 20. Juli am Kreuz in denen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens eine Gedenkrede halten und anschließend in den Räumen der Stiftung für ein Gespräch zur Verfügung stehen. Die Gedenkfeiern werden in Kooperation mit dem SPD-Unterkreis Rotenburg durchgeführt.
Seit 2001 gibt es regelmäßig, etwa acht Mal im Jahr, die so genannten „Imshäuser Gespräche“. Die Themen orientieren sich am Auftrag der Stiftung und reichen von Fragen der Geschichte über Menschenrechts- und Friedensfragen bis hin zu Fragen der Ökologie und Zukunftsverantwortung.
In Kooperation mit anderen Partnern gibt es besondere Projekte wie Studientage für Schülergruppen, Lehrerfortbildungsveranstaltungen, Vorträge und Besichtigungsmöglichkeiten sowie Wochenendtagungen zu unterschiedlichen Themen.

Die Häuser können auch von externen Gruppen mit eigenen programmatischen Schwerpunkten genutzt werden. Geboten werden zwei Selbstversorgerhäuser mit bis zu 54 Betten.

Informationen

Standort
Stiftung Adam von Trott, Imshausen e.V.
Im Trottenpark 1
36179 Bebra-Imshausen

Träger
Stiftung Adam von Trott, Imshausen e.V.
Vorsitzender: Prof. Dr. Roland Merten

Ansprechpartnerin
Stiftung Adam von Trott, Imshausen e.V.
Geschäftsführerin Ute Janßen
Im Trottenpark 1
36179 Bebra-Imshausen
Tel. 06622/42440
Fax 06622/430419
E-Mail: kontakt@stiftung-adam-von-trott.de
www.stiftung-adam-von-trott.de

Informationsflyer

Zuständiges Referat

Dieses Thema wird von Referat 2/III bearbeitet.