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Frankfurt am Main

Dokumentationsarchiv des deutschen Widerstandes 1933 – 1945, Frankfurt am Main

Arbeit im Dokumentationsarchiv

Das in der Frankfurter Innenstadt gelegene Dokumentationsarchiv (U 6/U 7 Station Westend, Nähe Haupteingang Palmengarten) unterhält eine Spezialbibliothek mit derzeit rund 14.000 Titeln zu folgenden Themenbereichen: Weimarer Republik und Vorgeschichte des deutschen Faschismus; NS-Herrschaft 1933 – 1945; NS-Lagersystem; Widerstand in der NS-Zeit; antifaschistische Literatur und Kunst; Spanischer Bürgerkrieg; Bundesrepublik Deutschland sowie Faschismus und Widerstand im Unterricht. Daneben werden zahlreiche eingestellte und laufende Zeitschriften gehalten.

Den Grundstock der Einrichtung bildete das frühere Historische Archiv der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN) mit Prozessakten, Lebensberichten sowie im Widerstand erschienenen Zeitungen, Tarnschriften und Flugblättern. Durch die Übernahme von Nachlässen sowie eigene Nachforschungen wurde diese Materialbasis erheblich erweitert und inzwischen durch eine umfangreiche Ton- und Bildsammlung ergänzt. Das Archiv verfügt heute über zirka 18.000 verzeichnete Dokumente, darunter auch Kopien von oft schwer zugänglichen Unterlagen anderer Archive. Die Materialien umfassen das Gebiet des damaligen Deutschen Reichs einschließlich der besetzten Territorien; etwa ein Fünftel von ihnen beziehen sich auf das Gebiet des heutigen Landes Hessen.

Blick ins Archiv

An drei Tagen in der Woche ist das Dokumentationsarchiv des deutschen Widerstandes für alle geöffnet, die Informationen über die Jahre 1933 bis 1945, insbesondere zu Verfolgung und Widerstand, suchen (telefonische Voranmeldung erbeten). Schulklassen und Jugendgruppen können durch einen Projekttag im Archiv Informationen über die Arbeitsweisen und Ziele des deutschen Widerstandes erhalten und exemplarische Lebensgeschichten – auch im direkten Gespräch mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen – nachvollziehen.

Darüber hinaus werden Forschungen zum oben genannten Arbeitsschwerpunkt und Projekte von Studierenden begleitet sowie in unregelmäßigen Abständen wissenschaftliche Tagungen, Lesungen und ZeitzeugInnengespräche durchgeführt. Ebenso werden nach Bedarf Stadtspaziergänge zu Widerstand und Verfolgung 1933 – 1945 in der Frankfurter Innenstadt angeboten (Näheres bitte erfragen).

Publikationen

Studienkreis Deutscher Widerstand 1933 – 1945 (Hrsg.): Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Perspektiven der Vermittlung. Frankfurt am Main 2007.

Krause-Schmitt, Ursula / Freyberg, Jutta von (Red.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933 – 1945. Bd. 1/1: Hessen I. Regierungsbezirk Darmstadt. Frankfurt am Main 1995.

Krause-Schmitt, Ursula / Freyberg, Jutta von / Wehe, Gottfried (Red.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933 – 1945. Bd. 1/2: Hessen II. Regierungsbezirke Gießen und Kassel. Frankfurt am Main 1996.

Weitere Bände in der Reihe der vom Studienkreis Deutscher Widerstand 1933 – 1945 herausgegebenen Heimatgeschichtlichen Wegweiser sind erschienen zu den Bundesländern: Baden-Württemberg, Bremen, Niedersachsen, Saarland, Schleswig-Holstein und Thüringen.

Freyberg, Jutta von / Bromberger, Barbara / Mausbach, Hans: „Wir hatten andere Träume“. Kinder und Jugendliche unter der NS-Dikatur. Frankfurt am Main 1995.

Freyberg, Jutta von / Krause-Schmitt, Ursula: Moringen – Lichtenburg – Ravensbrück. Frauen im Konzentrationslager 1933 – 1945. Lesebuch zur Ausstellung. Frankfurt am Main 1997.

Der Studienkreis gibt zweimal jährlich die Zeitschrift „informationen“ heraus, die einzeln oder im Abonnement bezogen werden kann. Außerdem verleiht er Videofilme zur NS-Zeit (Näheres auf Anfage).

Ausstellungen

- Frauen im Konzentrationslager: Moringen, Lichtenburg, Ravensbrück 1933 – 1945.

- Kinder im KZ Theresienstadt. Bilder und Gedichte.

(Termine, Verleihbedingungen und Preise auf Anfrage)

Informationen

Führungen nach Vereinbarung. Faltblatt zum Angebot von Archiv/Studienkreis sowie eine Bestell-Liste der Publikationen können angefordert werden.

Anschrift

Dokumentationsarchiv des deutschen Widerstandes 1933 – 1945
Rossertstraße 9
60323 Frankfurt am Main
Telefon: +49 (0) 69 72 15 75
Fax: +49 (0) 69 71 03 42 54
E-Mail: kontakt@studienkreis-widerstand-1933-45.de
Internet: www.studienkreis-widerstand-1933-45.de

Leitung

Thomas Altmeyer

Träger

Studienkreis zur Erforschung und Vermittlung der Geschichte des deutschen Widerstandes 1933 – 1945 e.V.

Geschäftsführender Vorstand

Elke Engelhard, Dirk Krüger, Cora Mohr

Öffnungszeiten

Dienstag – Donnerstag 10.00 – 17.00 Uhr

Außerdem in Frankfurt am Main

Fritz Bauer Institut
Jüdisches Museum
Museum Judengasse und Gedenkstätte Neuer Börneplatz
Initiative Gedenk- und Informationsstätte KZ "Katzbach" / Adlerwerke
DGB-Region Frankfurt-Rhein-Main
Impuls – Verein für Bildung und Kultur e.V.
Gruppe Stadtteilerkundung Rödelheim

Zuständiges Referat

Dieses Thema wird von Referat 2/III bearbeitet.