Hessische Landeszentrale für politische Bildung
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„Der Limes“

von links: Hans Sarkowicz (hr2) mit dem Autor Prof. Dr. Egon Schallmayer

Der Limes, einst Grenze des Römischen Reiches, ist heute eines der weltweit größten Bodendenkmäler und wurde als solches in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen. Er erstreckte sich von Britannien aus über Germanien und Raetien weiter bis in die Donauprovinzen und über die römisch kontrollierten Gebiete des Orients hinaus bis nach Nordafrika. Oft waren die Anlagen des Grenzwalls nicht zur Abwehr von ernsthaften Angriffen gedacht und geeignet, sondern sie dienten eher der Kontrolle. Der Limes hatte so auch die Funktion einer Fernmeldeeinrichtung, über die mit Hilfe von Signalen Nachrichten an andere Lager gesendet werden konnten. Neben der Funktion als militärisches Warnsystem diente der Limes auch als Zoll- und Wirtschaftsgrenze. Die Grenzübergänge des Befestigungswalls wurden für Markt- und Handelsplätze benutzt. Bis heute haben sich Reste dieses Grenzwalls erhalten.

Blick ins AuditoriumBlick ins Auditorium

Prof. Dr. Egon Schallmayer ist Direktor des Römerkastells Saalburg und hat zahlreiche archäologische Ausgrabungen am Limes durchgeführt. Er gilt als einer der international renommiertesten Kenner der Archäologie und der Geschichte des Limes.

Mit einer Einführung in die Geschichte des Limes und seinen Ausführungen zu Entwicklung und Funktionen des Befestigungswalls konnten die ca. 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Überblick über das gewaltige Bodendenkmal gewinnen. Sie folgten gespannt den detaillierten Ausführungen über das Leben und den Alltag der Menschen am Limes. In der anschließenden Diskussion interessierte die Besucherinnen und Besucher vor allem die Bedeutung des Limes für das Bundesland Hessen, der Denkmalschutz und die Erhaltung als UNESCO-Welterbe.