Hessische Landeszentrale für politische Bildung
HLZ – Politische Bildung in und für Hessen
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Referat 3/IV

Frauen / Gender Mainstreaming / geschlechtsbezogene Pädagogik / Migration

Gender Mainstreaming

Gender Mainstreaming als Politikstrategie soll dazu beitragen, die Geschlechtergerechtigkeit auf allen politischen und administrativen Ebenen zu erreichen. Dies bedeutet, dass alle (gesellschaftlichen und politischen) Entscheidungen dahingehend überprüft werden, welche Konsequenzen sich daraus für Frauen und Männer sowie die Verhältnisse zwischen den Geschlechtern ergeben. Gender Mainstreaming kombiniert mit intersektionalen Analysen kann so dazu beitragen, Chancengleichheit in allen Bereichen für Frauen und Männer herzustellen und leistet somit einen Beitrag zur Geschlechterdemokratie. Intersektionalität bedeutet dabei die Verschränkung und das Ineinandergreifen verschiedener Kategorien und Diskriminierungsformen. Die Arbeit in diesem Schwerpunkt ist darauf ausgerichtet, die Verankerung und Fortentwicklung von Gender Mainstreaming durch Fortbildung, Fachtagungen und Beratungen zu ermöglichen sowie die aktuellen fachspezifischen Diskurse ab zu bilden und vermitteln.

Frauen

Trotz Gender Mainstreaming bleibt es aufgrund vielfältiger struktureller Benachteiligungen in vielen Bereichen weiterhin notwendig, Mädchen- und Frauenthemen besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Dies bedeutet, sich sowohl in kulturellen und interkulturellen als auch in politischen und gesellschaftspolitischen Bereichen mit den Rollen, der Stellung sowie der Partizipation von Mädchen und Frauen auseinander zu setzen.

Geschlechtsspezifische Pädagogik

Aus den oben genannten Themenfeldern ergibt sich die Notwendigkeit einer geschlechtsspezifischen undbezüglich möglicher Diskriminierungen sensiblen Jugendarbeit. Dafür ist die Vermittlung und Anwendung von Methoden, Fortbildungen und Inhalten notwendig, die sensibel und konstruktiv auf individuelle und kollektive Ein- bzw. Ausschlussprozesse reagieren und Strategien zum Handeln aufzeigen. Insbesondere durch die Beteiligung von Mädchen und Jungen mit Migrationsbiographie kann angemessen auf Jugendliche und Heranwachsende in einer pluralen Einwanderungsgesellschaft reagiert werden und können entsprechende Angebote im schulischen und außerschulischen Bereich konzipiert werden. Damit kann im Sinne von Partizipation und Prävention ein Betrag zu gelingender sozialer Inklusion und Integration geleistet werden.

Migration

Der Arbeitsschwerpunkt Migration versucht, aktuelle Entwicklungen in den Bereichen Migration und Integration zu verfolgen und zu vermitteln. Hierzu ist besonders die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen
zivilgesellschaftlichen Initiativen und Verbänden gefragt. In partizipativen, interreligiösen und intersektionalen Ansätzen werden insbesondere Themen aufgegriffen, die von migrantischen (Selbst-)Organisationen gestellt werden. Diese werden in gemeinschaftlichen Veranstaltungen und (Weiter-)Bildungsangeboten präsentiert.

Das Referat arbeitet in allen o.g. Bereichen mit diversen Gruppen und Institutionen zusammen. Ergebnis dieser Kooperationen ist eine Vielzahl unterschiedlicher Veranstaltungen. Die Arbeitsergebnisse aus ausgewählten Veranstaltungen werden u.a. in Form von Publikationen dokumentiert.

Kontakt

Referatsleitung

Jamila Adamou

Telefon: +49 (0) 611 32-40 40
E-Mail: Jamila.Adamou@hlz.hessen.de

Sachbearbeitung

Heike Recht

Telefon: +49 (0) 611 32-40 61
E-Mail: heike.recht@hlz.hessen.de

Petra Städtler

Telefon: +49 (0) 611 32-40 41
E-Mail: petra.staedtler@hlz.hessen.de