Hessische Landeszentrale für politische Bildung
HLZ – Politische Bildung in und für Hessen
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Israel & Jüdisches Leben

Die Hessische Landeszentrale für politische Bildung führt für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren Studienaufenthalte in Israel durch. Die Israel-Studienreisen beziehen ihre Legitimation als Veranstaltungen politischer Bildung aus der Notwendigkeit, sich der historischen Verantwortung der Deutschen für das Ereignis der Shoa, dem Versuch der totalen Vernichtung des europäischen Judentums zu stellen. Sie sind Ausdruck der Solidarität mit dem 1948 gegründeten Staat Israel, in dem viele Überlebende der Katastrophe und ihre Nachkommen Heimat gefunden haben.

Die Reisen sind somit zunächst ein Instrument politischer Bildungsarbeit zur kritischen Auseinandersetzung mit dem deutsch-jüdischen Verhältnis, insbesondere mit der deutschen Geschichte in der Zeit des Nationalsozialismus. Fast täglich wird über Israel in den Medien berichtet. So geschieht es häufig, dass durch die Berichterstattung ein verzerrtes Bild von Israel beim ausländischen Betrachter entsteht. Die Berichte über Friedensprozess, Regierungskrisen oder spektakuläre Militäraktionen lassen den Eindruck aufkommen, als ob es sich bei Israel um eine Nation im permanenten Ausnahmezustand handelt. Jeder Besucher, der zum ersten Mal nach Israel kommt, wird überrascht sein, dass das Land anders ist, als er es vielleicht erwartet.

Der Besuch in Israel, das Gespräch mit den Menschen, die unmittelbare Wahrnehmung der Leistungen von Staat und Politik, von Wirtschaft und Gesellschaft, von Kultur und Religion des Landes widerlegen in eindrucksvoller Weise stereotype Vorurteile gegenüber den Juden. Die Studienaufenthalte der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung bieten inhaltlich ein möglichst breites Spektrum an Informationen, Begegnungen und landeskundlichen Erfahrungen. Die direkte Begegnung mit jüdischen, aber auch arabischen Israelis und mit Palästinensern in einer multikulturellen Gesellschaft am Lernort Israel ermöglicht es den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, sich ein eigenes Bild von den Realitäten im Lande und in der Region zu machen. Das Themenangebot orientiert sich an:

  • den zentralen Fragestellungen des deutsch-jüdischen – respektive des deutsch-israelischen Verhältnisses in Gegenwart und Vergangenheit,
  • der aktuellen Situation des Staates Israels in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur,
  • die Bedeutung des Landes für die großen monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam,
  • historische und aktuelle Entwicklungen im israelisch-palästinensischen Verhältnis unter besonderer Berücksichtigung der besonderen Bedeutung Jerusalems.
Jerusalem Felsendom
Blick über die Wüste
Vortrag von Orna Birnbach, Holocaust-Überlebende
Gespräch mit Dr. Suleiman Abu Dayyeh
Besuch im Institut für Holocaust-Studien in Massua
Besuch einer drusischen Familie und Gespräch über die Situation der Drusen
Jugendkulturzentrum Akko Direktor Osama Kurdi
Gedenkraum der Leo-Baeck-Schule für Terroropfer
Gespräch mit Schülerinnen, Schülern und Lehrer der Leo-Baeck-Schule in Haifa
Besuch in Yad Vashem – Tal der Gemeinden
Jerusalem Klagemauer
Friedensdemonstration