Hessische Landeszentrale für politische Bildung
HLZ – Politische Bildung in und für Hessen
HLZ Gebäude

Veranstaltungen

Workshops: „Nein! zu Diskriminierung und Gewalt“

Im Rahmen des Fair Play Forums und der damit angebotenen Workshops werden Ehrenamtliche in Vereinen/ Schiedsrichtervereinigungen zur Fair Play Thematik geschult.
Ort:
Vereine in ganz Hessen
Datum:
ganzjährig

Juniorwahl 2017

Seit dem Jahr 1999 wird die Juniorwahl in Deutschland parallel zu Landtagswahlen, Bundestagswahlen und Europawahlen durchgeführt. Das Projekt Juniorwahl setzt vor allem auf politische Bildung und ist in ein umfassendes didaktisches Konzept eingebunden. Die Jugend muss im ständigen Erleben von demokratischen Prozessen aufwachsen und muss üben, Entscheidungen zu treffen und sich eine eigene Meinung zu bilden.
Ort:
Hessen
Datum:
ganzjährig bis 24. September 2017

Plakate für die Meinungsfreiheit 2017/18

Einführung – Workshops – Plakatkampagne – Wettbewerb. Projekt für Schüler- und Jugendgruppen ab 14 Jahren

Meinungsfreiheit ist keine Selbstverständlichkeit. Das zeigen nicht erst die gegenwärtigen Entwicklungen in Europa und der Welt. Auch Globalisierung und Internet stellen das so grundlegende Prinzip unserer demokratischen Gesellschaft vor große Herausforderungen. Wann und wie nehmen wir im Alltag und persönlichen Umfeld das Menschenrecht in Anspruch? Wie gelingt ein offener Austausch über andere Meinungen und Überzeugungen? Wo liegen die Grenzen der Meinungsfreiheit? Auf welchen historischen Errungenschaften fußt unser heutiges Recht auf freie Meinungsäußerung?
Ort:
Hessen
Datum:
September 2017 bis Mai 2018

Bundestagswahl 2017
Sonderseite der HLZ: www.deinedemokratie.de

Zur Bundestagswahl 2017 am 24. September bietet die Hessische Landeszentrale für politische Bildung verschiedene Materialien (Flyer, Plakate, Publikationen, usw.) kostenlos an. Bestellungen und weitere Informationen über: Andreas Lion, Tel.: 0611-32-4051, E-Mail: Andreas.Lion@hlz.hessen.de und unter www.deinedemokratie.de.
Ort:
Internet
Datum:
24. September 2017

Auftaktveranstaltung "Schule 4.0"

Auftaktveranstaltung zu gemeinsamen, öffentlichen Bildungsveranstaltungen zur Thematik "Schule 4.0 – Aspekte zur digitalen Revolution".
Ort:
Schuldorf Bergstraße, Seeheim-Jugenheim
Datum:
26. September 2017

Alfred Schulte – Erster Oberbürgermeister der Stadt Wiesbaden im „Dritten Reich“

Vortrag von PD Dr. Stephanie Zibell

Dem Namen Alfred Schulte begegnen die Wiesbadener wahrscheinlich am ehesten, wenn sie beim Wandern durch das Dambachtal in schlechtes Wetter geraten und deswegen in einer nahe dem Forsthaus gelegenen Schutzhütte Unterschlupf suchen müssen. Dieses Fachwerkhäuschen führt – seit seiner Errichtung durch den Wiesbadener „Verschönerungsverein“ im Jahr 1937 – den Namen „Alfred-Schulte-Hütte“.
Ort:
HLZ Wiesbaden
Datum:
Dienstag, 26. September 2017, 18 Uhr

Fachtag: "Männer und Flucht"

Nach den Ereignissen in Köln am Silvesterabend 2015 kippte die ursprünglich positive Stimmung gegenüber in Deutschland schutzsuchenden Menschen. Ein Großteil der Geflüchteten sind Männer, die nun vielfach als bedrohlich und „fremd“ wahrgenommen werden. Der Fachtag „Männer und Flucht“ möchte solchen pauschalen Vorurteilen gegenüber „den Flüchtlingen“ oder „den muslimischen Männern“ entgegentreten und ein ebenso realistisches wie differenziertes Bild vermitteln. Aktuell, wissenschaftlich fundiert und praxisnah möchten wir über Fluchtgründe informieren sowie Experten und Ehrenamtliche über Ansätze der praktischen Arbeit ins Gespräch bringen. Öffentlich möchten wir das neue Projekt „Ältere Männer als Mentoren für junge männliche Flüchtlinge“ für Fulda und Umgebung vorstellen und zur Mitarbeit einladen. Besonderer Fokus liegt auf dem Aspekt „Migration und Männlichkeit“. Zusätzlich möchten wir zur Vernetzung anregen.
Ort:
Bonifatiushaus in Fulda
Datum:
Di, 26. September 2017 von 10 bis 16 Uhr

Literatur und Politik
"Vom Wert der Nachhaltigkeit – Traditionen und Visionen einer Leitidee"

Moderiertes Gespräch sowie Diskussion zur Publikation "Vom Wert der Nachhaltigkeit – Traditionen und Visionen einer Leitidee".
Ort:
HLZ, Wiesbaden
Datum:
28. September 2017

Afrika neu denken -
Afrika im Zentrum? Die neue Entdeckung Afrikas

Für die Konferenz AFRIKA NEU DENKEN ist der Blick interessant, der in den neuen Afrika-Initiativen erkennbar wird: Ist es nicht schon wieder ein kolonialer Blick, der Afrika homogenisiert und in diesem künstlichen Konstrukt „Afrika“ nur Defizite sieht – für deren Lösung Deutschland und die EU ihre Kompetenzen anbieten?
Ort:
Evangelische Akademie
Römerberg 9
Frankfurt am Mai
Datum:
29.– 30. September 2017

Platz für Alle!
Statt: Abgehängt! Ausgeschlossen! Überflüssig!
Solidaritäts-Check an die neue Bundesregierung

Während der Koalitionsverhandlungen laden wir zu einem Solidaritäts-Check ein, um aus der Perspektive derer, die abgehängt, ausgegrenzt und benachteiligt sind, politische Gestaltungsideen und Umsetzungsschritte zu diskutieren und vorzuschlagen.
Ort:
Haus am Dom
Domplatz 3
60311 Frankfurt am Main
Datum:
Samstag, den 30.September 2017, 9:00-17:00 Uhr

Feminismus und Öffentlichkeit - Kritik, Widerstand und Interventionen im medialen Wandel

Im Zentrum der Tagung stehen feministische Kritik und Praktiken des Widerstands im medialen Wandel sowie die damit in Gang gesetzten Veränderungen im Verständnis und in der Formierung von Öffentlichkeiten
Ort:
Campus Westend
IG Farben Haus
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
IG 411
Datum:
4. bis 6. Oktober 2017

Studienreise „Israel – Geschichte, Politik und Gesellschaft“

Die Hessische Landeszentrale für politische Bildung (HLZ) plant in der Zeit vom 7. bis 19. Oktober 2017 eine Studienreise nach Israel und in die palästinensischen Gebiete. Die direkte Begegnung mit jüdischen, arabischen und christlichen Israelis und mit Palästinensern in einer multikulturellen Gesellschaft am Lernort Israel ermöglicht es den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, sich ein eigenes Bild von den Realitäten im Lande und in der Region zu machen.
Ort:
Israel (Rundreise)
Datum:
7.-19. Oktober 2017

Einladung anläßlich der 69. Frankfurter Buchmesse 2017
Der Kommunismus: Ein gescheiterter Menschheitstraum?!
Gerd Koenen im Gespräch mit Wolfgang Niess

»Du schließt die Augen und schaust in die Sonne, und durch Deine Lider hindurch siehst Du die Farbe Deines Blutes – ein Karminrot. Dies ist die Farbe Deiner leiblichen Existenz.« So beginnt Gerd Koenen seine epische Geschichte eines Traums, der so alt ist wie die Menschheit. Dieser Traum von der Gemeinschaft, in der alle Menschen einander gut sind und keiner mehr der Knecht des anderen sein muss, hat eine gewaltige Spur durch die Jahrhunderte gezogen, bis im Oktober 1917 die Revolution in Russland den Kommunismus an die Macht bringt. Und damit wird der Traum zum Albtraum.
Ort:
Deutsche Nationalbibliothek, Adickesallee 1, 60322 Frankfurt
Datum:
12. Oktober 2017, 19.30 Uhr

Wohin steuert die Türkei?
Hasnain Kazim im Gespräch mit Christian Preiser über sein Buch »Krisenstaat Türkei. Erdogan und das Ende der Demokratie am Bosporus«

Gespräch

Die Türkei galt einmal als das Land der Hoffnung: ein Land, das West und Ost vereint, das islamisch ist und zugleich demokratisch, ein Land, das Vorbild sein kann für seine Nachbarländer. Inzwischen ist die Türkei jedoch als Krisenstaat zu begreifen. Fast täglich erreichen uns Nachrichten, die beunruhigen oder gar in Alarm versetzen. Präsident Recep Erdogan ist auf dem besten Weg, die Türkei in einen autoritär geführten, religiösen Staat umzuwandeln. Dabei nimmt er in Kauf, daß er die Beziehungen zu den europäischen und zu den NATO-Partnern schwer belastet oder gar zerrüttet. Unter seiner Führung nimmt die Türkei immer mehr Abschied vom Erbe Kemal Atatürks und dessen Politik der Modernisierung und des Laizismus seit den 1930er Jahren.
Ort:
Historischer Saal des Rathauses
Marktplatz
35035 Marburg
Datum:
Freitag, 13. Oktober 2017, 20.00 Uhr

40 Jahre deutscher Herbst – Linksextremismus und Linksterrorismus in Deutschland

Das Seminar setzt sich mit den Folgen des RAF-Terrors auseinander und diskutiert die heutige Ausprägung des Linksextremismus in Deutschland.
Ort:
Point Alpha Akademie
Schlossplatz 4
36419 Geisa
Datum:
26. – 27. Oktober 2017

Amrita Pande: Wombs in Labour and the Paradox of Surrogacy in India

The focus of the lecture is the analysis of a fundamental paradox of commercial surrogacy – wherein a market that literally produces humans and human relationships is critically dependent on the maintenance of a global racial reproductive hierarchy. To understand the booming market of surrogacy in India we have to situate it within its rather contradictory reproductive history – the postcolonial state agenda of aggressive antinatalism at home coupled with the neo-liberal imperative of unrestrained fertility choices. This national agenda resonates with a broader global population control program that frames the high fertility rates of countries in the global south as a “global danger” that needs to be controlled at whatever cost. At one level, the womb-mothers (surrogates) subvert these hegemonic discourses by taking control over their bodies and using their fertile bodies “productively”. At another level, as they align their own reproduction through decisions about fertility, sterilization and abortion, in order to (re)produce children of higher classes and privileged nations, they ultimately conform to this global imperative of reducing the fertility of lower class women in the global south. Despite these global structural inequalities surrogates’ creatively construct kinship ties with the baby and the intended mother. These ties cross boundaries based on class, caste and religion and sometimes even race and nation.
Ort:
Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend, Seminarhaus SH 5.101
Datum:
26. Oktober 2017, 18 Uhr bis - 20 Uhr c.t.

Michal Nahman: Global Migrant Egg Providers. Reproductive Others in a changing Europe

What do cross-border egg donation practices show us about society and culture more broadly? In a time of heightened tensions around borders, increased racism and contentious gender relations we can see that whilst the opening up of borders for reproduction with technological assistance is on the increase, attention to the ways in which these reflect contemporary political and social shifts is less prevalent. Whilst Franklin (2013) has demonstrated that biology and gender are remade through IVF, others indicate how colonialism and race are reinscribed into culture through new practices of cross border reproduction (Vora 2013, Rudrappa 2015). With notable exceptions (Thompson 2005), little attention has been paid to the detailed socio-technical practices of oocyte extraction and exchange, and the narratives that people weave around their participation in these with a view towards critiquing structures and formations of race, racism and borders. Drawing on my monograph “Extractions” (2013) I look back at how oocyte exchange appeared in 2002 in order to reflect on what it is today, what it shows (monstrare) and the things it warns us about (monere).
Ort:
Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend, PEG-Gebäude, 1.G 191
Datum:
8. November 2017, 18 Uhr bis - 20 Uhr c.t.

„Die weibliche Seite des Nationalsozialismus und ihre Nachgeschichte“

Die Rolle von Frauen im Nationalsozialismus ist erst in den letzten Jahren verstärkt in den Fokus der Wissenschaft und der Gedenkstätten geraten. Im Gegensatz zur vielfach kolportierten Meinung einer breiten Öffentlichkeit war die Rolle der Frau nicht nur die des Opfers, der Mitläuferin, Zuschauerin, der aufopferungsvollen Ehefrau und fürsorglichen Mutter.
Ort:
Donnerstag: HLZ, Taunusstraße 4-6, 65183 Wiesbaden
Freitag: Rathaus Wiesbaden
Datum:
Donnerstag, 9. November 2017, 11:00 bis 16:30 Uhr
Freitag, 10. November 2017, 10:00 bis 16:00 Uhr

Literatur und Politik:
Die Geschichte Hessens - Von den Neandertalern bis zur schwarz-grünen Koalition

Hessen ist lebendig wie seine Geschichte. Im Land zwischen Main und Weser, Werra und Lahn begegnen wir den Zeugnissen der Vergangenheit. Die Autoren folgen der hessischen Geschichte von den Anfängen in der Steinzeit bis zur ersten schwarz-grünen Koalition auf Landesebene in Deutschland.
Ort:
Hessische Landeszentrale für politische Bildung
Taunusstr. 4-6
65183 Wiesbaden
Datum:
Donnerstag, 16. November 2017, 17 Uhr

Sabine Könninger: (Un)Möglichkeiten der Kritik? Zur Etablierung des nicht-invasiven Pränataltests in Deutschland

Der nicht-invasive Pränataltest (NIPT), der seit 2012 auf dem Markt ist, ist gesellschaftlich umstritten. Mit dem NIPT kann anhand des Bluts der schwangeren Frau früh getestet werden, ob das werdende Kind eine Trisomie wie das Down Syndrom hat. Der NIPT ist Thema zahlreicher Stellungnahmen, Veranstaltungen oder Proteste verschiedener zivilgesellschaftlicher Akteur*innen. Kritisiert und befürchtet werden die Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen, die Entsolidarisierung in der Gesellschaft oder das zunehmende Risikomanagement in der Schwangerenvorsorge. Zwar scheinen sich alle Akteur*innen darin einig, dass der NIPT gesellschaftliche und ethische Grundsatzfragen aufwirft, jedoch werden sie im bisherigen Entwicklungs- und Etablierungsprozess nirgends verhandelt. Wie kommt es dazu? Insbesondere zwei Mechanismen führen dazu, dass die Verhandlung grundsätzlicher Fragen weitgehend verunmöglicht wird. Der NIPT wird erstens als Angelegenheit persönlicher Abwägung definiert. Zweitens basiert die politische Steuerung des NIPT auf einer institutionell abgesicherten Trennung zwischen technischer und normativ-politischer Bewertung, wodurch die Zuständigkeiten fragmentiert werden.
Ort:
Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend, PEG-Gebäude, 1.G 191
Datum:
22. November 2017, 18 Uhr bis - 20 Uhr c.t.

Literatur und Politik: Luther und Europa

Das vorliegende Begleitbuch zur Ausstellung „Luther und Europa“ fragt nach den europäischen Dimensionen der Reformation. Aus dieser Perspektive zeigt sich, dass neben Wittenberg auch andere Reformationszentren wie Zürich und Genf von Bedeutung sind, ohne die die Ausbreitung des neuen Glaubens in Europa nicht denkbar gewesen wäre. Vor dem Hintergrund der „gespaltenen Reformation“ rückt zugleich ein weiteres Kernland der Reformation, die Landgrafschaft Hessen, in den Fokus.
Ort:
Hessische Landeszentrale für politische Bildung
Taunusstr. 4-6
65183 Wiesbaden
Datum:
Donnerstag, 7. Dezember 2017, 17 Uhr

Gisela Notz: Kritik des Familismus. Geschichte, Theorie und Realität eines ideologischen Gemäldes

Die Ideologie des Familismus, die die gesellschaftliche Organisationsnorm aus dem Konzept einer „Idealfamilie“ ableitet, prägt seit Jahrhunderten Politik und Sozialstruktur in Deutschland und in anderen westlichen Ländern wesentlich mit. Familismus hat einen Ausgangspunkt, der schon immer nur für einen Bruchteil der Bevölkerung praktische Relevanz hatte: die Familie. Sie gibt es heute ebenso wenig, wie es sie je gegeben hat. Und schon gar nicht war sie zu allen Zeiten die bürgerliche Kleinfamilie, wie wir sie heute kennen. Familismus ist eine Spielart des Antifeminismus, denn nach der familistischen Ideologie herrschen in der heterosexuellen, leiblichen Kleinfamilie, die immer aus Vater, Mutter und Kind(ern) besteht, komplementäre Rollenaufteilungen entlang der Geschlechterlinien. In meinem Vortrag führe ich aus, wie „moderne“ Reproduktionstechnologien die Bedeutsamkeit der „Blutsbande“ und die Sentimentalisierung der leiblichen Kleinfamilie verstärken, für die es scheinbar keine Alternative gibt. Angesichts der „neuen“ rechtspopulistischen Akteur*innen, die Familie der „menschlichen Sozialnatur“ zuordnen, hat der Familismus Hochkonjunktur. Dennoch geht, wie ich zeigen werde, die gelebte Realität vielfältige andere Wege, die das ideologische Gemälde von der „Normalfamilie“ unterwandern.
Ort:
Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend, PEG-Gebäude, 1.G 191
Datum:
13. Dezember 2017, 18 Uhr bis - 20 Uhr c.t.

Alt & Jung: Generationenvertrag und demografischer Wandel" (Schulprojekttage)

Im Zentrum des Projekts steht das Planspiel „Alterssicherung in Anderswo: Ein Vertrag zwischen den Generationen“, in dem sich mit den Themen „Generationenvertrag“, „Demografischer Wandel“ und „Altersvorsorge“ auseinandergesetzt wird. Die Schülerinnen und Schüler erhalten dazu Rollenkarten des fiktiven Kleinstaates Anderswo und versuchen aktiv Lösungsvorschläge für ihre Gesellschaft zu erarbeiten. Die Ergebnisse des fiktiven Anderswo werden mit der aktuellen Situation in Deutschland und der Zukunftsprognose für Deutschland in 30 Jahren verglichen. Neben dem Planspiel begegnet die Lerngruppe in einer Museumsführung dem 2013 neu eröffneten Altenteilehaus aus Sieblos, das als Beispiel der Altersvorsorge vor Einführung der Rentenversicherung Ende des 19. Jahrhunderts dient. Ebenso werden Grundzüge der Bismarck’schen Sozialgesetzgebung vermittelt und neueste Zahlen und Entwicklungen zum Demografischen Wandel in Hessen aufgezeigt und mögliche Folgen beleuchtet.
Ort:
Freilichtmuseum Hessenpark GmbH
Laubweg 5
61267 Neu-Anspach/Taunus
Datum:
Auf Anfrage beim Hessenpark (an jedem Wochentag in der Zeit von April bis Oktober; Dauer: ca. 3,5 Zeitstunden)

Sarah Dionisius: Heteronormativität, Reproduktion und Praktiken der Aneignung. Zur Familienbildung lesbischer und queerer Frauen*paare in Deutschland

Seit Anfang der 2000er Jahre steigt in Deutschland die Zahl der lesbischen und queeren Frauen*paare, die über Samenspenden Kinder bekommen. Die entstehenden Familienkonstellationen sind vielfältig, die Routen der Reproduktion ebenso: Heteronormative rechtliche Rahmenbedingungen und institutionelle (Nicht-)Adressierungen lesbisch-queerer Lebensformen erschweren in Deutschland den Zugang zu Reproduktionskliniken – neben Reisen in Länder mit einem liberaleren Zugang zu reproduktionsmedizinischen Behandlungen nutzen die Paare häufig Do-it-yourself-Praktiken wie die Selbstinsemination. Die Grundlage des Vortrags bilden 21 qualitative Interviews mit lesbischen und queeren Frauen*paaren aus Deutschland, die über eine Samenspende Kinder bekommen haben. Zunächst werden Ausschlüsse nicht-heterosexueller Lebensweisen auf rechtlicher und medizinischer Ebene in den Blick genommen und „Othering“-Prozesse nachgezeichnet. Unter Rückgriff auf Perspektiven der Queer Studies und der Feminist Science and Technology Studies stehen im Anschluss die verschiedenen Aneignungsweisen der lesbischen und queeren Akteurinnen* im Zentrum sowie die Frage, inwiefern ihre reproduktiven Praktiken heteronormative Vorstellungen von Familie, Verwandtschaft, Geschlecht und Reproduktion herausfordern.
Ort:
Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend, PEG-Gebäude, 1.G 191
Datum:
17. Januar 2018, 18 Uhr bis - 20 Uhr c.t.

Anne Hendrixson: The Rebirth of Targets and Coercion in Anti-Natal Population Policies

The ambitious, anti-natal goals set by the 2012 London Family Planning Summit have not been reached. Yet the effort to reach 120 million women with modern contraception has had profound impacts on population policy. Heralded as the “rebirth of family planning” the Summit marked another rebirth: that of explicit targets and coercion in such policies. In this talk, Anne Hendrixson will examine how the use of targets and coercion has reinforced and hardened problematic ideas about fertility, gender, sexuality, race and place in locating bodies for intervention. Young, brown women in the global South, particularly Africans, are thought to determine the future of the global population size. They are the targets for longacting reversible contraception in the name of women’s empowerment, lowering global birth rates, environmental sustainability and economic efficiency. However, far from being a “rebirth”, these efforts narrow sexual and reproductive health agendas and stigmatize “overly fertile” young women. The case of Depo-Provera, among others, shows how fertility control too often takes precedence over other pressing reproductive health concerns, like preventing HIV transmission and acquisition, to the detriment of young women’s health.
Ort:
Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend, PEG-Gebäude, 1.G 191
Datum:
31. Januar 2018, 18 Uhr bis - 20 Uhr c.t.

Roundtable Cornelia Goethe Colloquien: Die Politik der Reproduktionsmedizin

In der Panelveranstaltung diskutieren Frankfurter Vertreter*innen zivilgesellschaftlicher Vereinigungen und die Veranstalterinnen der Vorlesungsreihe politische Fragen rund um aktuelle Entwicklungen in der Reproduktionsmedizin. Offene Fragen aus der Vorlesungsreihe werden aufgegriffen und zur Diskussion gestellt.
Ort:
Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend, PEG-Gebäude, 1.G 191
Datum:
7. Februar 2018, 18 Uhr bis - 20 Uhr c.t.

Rechtsextremisten im Rhein-Main-Gebiet? Lokale Erscheinungsformen und mein Umgang damit

Mit diesem Workshop-Angebot der Hessischen Landeszentrale für Politische Bildung – Referat 2/III Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus / Zeitgeschichte / Rechtsextremismus – gemeinsam mit Spiegelbild aus Wiesbaden möchten wir dem vielfachen Wunsch von Schulen und Jugendinitiativen nachkommen, radikal rechte und offen nazistische Bewegungen in unserer unmittelbaren Umgebung erkennen zu lernen und eine eigene Haltung zu diesem Problem entwickeln zu können.
Ort:
Flexibel
Datum:
Auf Anfrage