Hessische Landeszentrale für politische Bildung
HLZ – Politische Bildung in und für Hessen
HLZ Gebäude

Veranstaltungen

Workshops: „Nein! zu Diskriminierung und Gewalt“

Im Rahmen des Fair Play Forums und der damit angebotenen Workshops werden Ehrenamtliche in Vereinen/ Schiedsrichtervereinigungen zur Fair Play Thematik geschult.
Ort:
Vereine in ganz Hessen
Datum:
ganzjährig

Plakate für die Meinungsfreiheit 2017/18

Einführung – Workshops – Plakatkampagne – Wettbewerb. Projekt für Schüler- und Jugendgruppen ab 14 Jahren

Meinungsfreiheit ist keine Selbstverständlichkeit. Das zeigen nicht erst die gegenwärtigen Entwicklungen in Europa und der Welt. Auch Globalisierung und Internet stellen das so grundlegende Prinzip unserer demokratischen Gesellschaft vor große Herausforderungen. Wann und wie nehmen wir im Alltag und persönlichen Umfeld das Menschenrecht in Anspruch? Wie gelingt ein offener Austausch über andere Meinungen und Überzeugungen? Wo liegen die Grenzen der Meinungsfreiheit? Auf welchen historischen Errungenschaften fußt unser heutiges Recht auf freie Meinungsäußerung?
Ort:
Hessen
Datum:
September 2017 bis Mai 2018

Sabine Könninger: (Un)Möglichkeiten der Kritik? Zur Etablierung des nicht-invasiven Pränataltests in Deutschland

Der nicht-invasive Pränataltest (NIPT), der seit 2012 auf dem Markt ist, ist gesellschaftlich umstritten. Mit dem NIPT kann anhand des Bluts der schwangeren Frau früh getestet werden, ob das werdende Kind eine Trisomie wie das Down Syndrom hat. Der NIPT ist Thema zahlreicher Stellungnahmen, Veranstaltungen oder Proteste verschiedener zivilgesellschaftlicher Akteur*innen. Kritisiert und befürchtet werden die Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen, die Entsolidarisierung in der Gesellschaft oder das zunehmende Risikomanagement in der Schwangerenvorsorge. Zwar scheinen sich alle Akteur*innen darin einig, dass der NIPT gesellschaftliche und ethische Grundsatzfragen aufwirft, jedoch werden sie im bisherigen Entwicklungs- und Etablierungsprozess nirgends verhandelt. Wie kommt es dazu? Insbesondere zwei Mechanismen führen dazu, dass die Verhandlung grundsätzlicher Fragen weitgehend verunmöglicht wird. Der NIPT wird erstens als Angelegenheit persönlicher Abwägung definiert. Zweitens basiert die politische Steuerung des NIPT auf einer institutionell abgesicherten Trennung zwischen technischer und normativ-politischer Bewertung, wodurch die Zuständigkeiten fragmentiert werden.
Ort:
Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend, PEG-Gebäude, 1.G 191
Datum:
22. November 2017, 18 Uhr bis - 20 Uhr c.t.

„Rassismus und Schule“
Die Unsichtbarkeit von Rassismus – Handlungsoptionen für den Schulalltag

Fachtag

Das Beratungsnetzwerk Hessen – gemeinsam für Demokratie und gegen Rechtsextremismus untersuchte in seiner Studie „Was soll ich da denn sagen? Zum Umgang mit Rassismus im Schulalltag“ (2016) den Umgang mit Diskriminierung und Rassismus an hessischen Schulen. Die Ergebnisse machen die Komplexität dieser Thematik deutlich und zeigen insbesondere die Schwierigkeit auf, Rassismus überhaupt zu thematisieren
Ort:
Wilhelm-Knapp-Schule
Aula
Frankfurter Str. 39
35781 Weilburg
Datum:
Freitag, 1. Dezember 2017, 10:00 bis 17:00 Uhr

Literatur und Politik: Luther und Europa

Das vorliegende Begleitbuch zur Ausstellung „Luther und Europa“ fragt nach den europäischen Dimensionen der Reformation. Aus dieser Perspektive zeigt sich, dass neben Wittenberg auch andere Reformationszentren wie Zürich und Genf von Bedeutung sind, ohne die die Ausbreitung des neuen Glaubens in Europa nicht denkbar gewesen wäre. Vor dem Hintergrund der „gespaltenen Reformation“ rückt zugleich ein weiteres Kernland der Reformation, die Landgrafschaft Hessen, in den Fokus.
Ort:
Hessische Landeszentrale für politische Bildung
Taunusstr. 4-6
65183 Wiesbaden
Datum:
Donnerstag, 7. Dezember 2017, 17 Uhr

Gisela Notz: Kritik des Familismus. Geschichte, Theorie und Realität eines ideologischen Gemäldes

Die Ideologie des Familismus, die die gesellschaftliche Organisationsnorm aus dem Konzept einer „Idealfamilie“ ableitet, prägt seit Jahrhunderten Politik und Sozialstruktur in Deutschland und in anderen westlichen Ländern wesentlich mit. Familismus hat einen Ausgangspunkt, der schon immer nur für einen Bruchteil der Bevölkerung praktische Relevanz hatte: die Familie. Sie gibt es heute ebenso wenig, wie es sie je gegeben hat. Und schon gar nicht war sie zu allen Zeiten die bürgerliche Kleinfamilie, wie wir sie heute kennen. Familismus ist eine Spielart des Antifeminismus, denn nach der familistischen Ideologie herrschen in der heterosexuellen, leiblichen Kleinfamilie, die immer aus Vater, Mutter und Kind(ern) besteht, komplementäre Rollenaufteilungen entlang der Geschlechterlinien. In meinem Vortrag führe ich aus, wie „moderne“ Reproduktionstechnologien die Bedeutsamkeit der „Blutsbande“ und die Sentimentalisierung der leiblichen Kleinfamilie verstärken, für die es scheinbar keine Alternative gibt. Angesichts der „neuen“ rechtspopulistischen Akteur*innen, die Familie der „menschlichen Sozialnatur“ zuordnen, hat der Familismus Hochkonjunktur. Dennoch geht, wie ich zeigen werde, die gelebte Realität vielfältige andere Wege, die das ideologische Gemälde von der „Normalfamilie“ unterwandern.
Ort:
Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend, PEG-Gebäude, 1.G 191
Datum:
13. Dezember 2017, 18 Uhr bis - 20 Uhr c.t.

Alt & Jung: Generationenvertrag und demografischer Wandel" (Schulprojekttage)

Im Zentrum des Projekts steht das Planspiel „Alterssicherung in Anderswo: Ein Vertrag zwischen den Generationen“, in dem sich mit den Themen „Generationenvertrag“, „Demografischer Wandel“ und „Altersvorsorge“ auseinandergesetzt wird. Die Schülerinnen und Schüler erhalten dazu Rollenkarten des fiktiven Kleinstaates Anderswo und versuchen aktiv Lösungsvorschläge für ihre Gesellschaft zu erarbeiten. Die Ergebnisse des fiktiven Anderswo werden mit der aktuellen Situation in Deutschland und der Zukunftsprognose für Deutschland in 30 Jahren verglichen. Neben dem Planspiel begegnet die Lerngruppe in einer Museumsführung dem 2013 neu eröffneten Altenteilehaus aus Sieblos, das als Beispiel der Altersvorsorge vor Einführung der Rentenversicherung Ende des 19. Jahrhunderts dient. Ebenso werden Grundzüge der Bismarck’schen Sozialgesetzgebung vermittelt und neueste Zahlen und Entwicklungen zum Demografischen Wandel in Hessen aufgezeigt und mögliche Folgen beleuchtet.
Ort:
Freilichtmuseum Hessenpark GmbH
Laubweg 5
61267 Neu-Anspach/Taunus
Datum:
Auf Anfrage beim Hessenpark (an jedem Wochentag in der Zeit von April bis Oktober; Dauer: ca. 3,5 Zeitstunden)

Sarah Dionisius: Heteronormativität, Reproduktion und Praktiken der Aneignung. Zur Familienbildung lesbischer und queerer Frauen*paare in Deutschland

Seit Anfang der 2000er Jahre steigt in Deutschland die Zahl der lesbischen und queeren Frauen*paare, die über Samenspenden Kinder bekommen. Die entstehenden Familienkonstellationen sind vielfältig, die Routen der Reproduktion ebenso: Heteronormative rechtliche Rahmenbedingungen und institutionelle (Nicht-)Adressierungen lesbisch-queerer Lebensformen erschweren in Deutschland den Zugang zu Reproduktionskliniken – neben Reisen in Länder mit einem liberaleren Zugang zu reproduktionsmedizinischen Behandlungen nutzen die Paare häufig Do-it-yourself-Praktiken wie die Selbstinsemination. Die Grundlage des Vortrags bilden 21 qualitative Interviews mit lesbischen und queeren Frauen*paaren aus Deutschland, die über eine Samenspende Kinder bekommen haben. Zunächst werden Ausschlüsse nicht-heterosexueller Lebensweisen auf rechtlicher und medizinischer Ebene in den Blick genommen und „Othering“-Prozesse nachgezeichnet. Unter Rückgriff auf Perspektiven der Queer Studies und der Feminist Science and Technology Studies stehen im Anschluss die verschiedenen Aneignungsweisen der lesbischen und queeren Akteurinnen* im Zentrum sowie die Frage, inwiefern ihre reproduktiven Praktiken heteronormative Vorstellungen von Familie, Verwandtschaft, Geschlecht und Reproduktion herausfordern.
Ort:
Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend, PEG-Gebäude, 1.G 191
Datum:
17. Januar 2018, 18 Uhr bis - 20 Uhr c.t.

Anne Hendrixson: The Rebirth of Targets and Coercion in Anti-Natal Population Policies

The ambitious, anti-natal goals set by the 2012 London Family Planning Summit have not been reached. Yet the effort to reach 120 million women with modern contraception has had profound impacts on population policy. Heralded as the “rebirth of family planning” the Summit marked another rebirth: that of explicit targets and coercion in such policies. In this talk, Anne Hendrixson will examine how the use of targets and coercion has reinforced and hardened problematic ideas about fertility, gender, sexuality, race and place in locating bodies for intervention. Young, brown women in the global South, particularly Africans, are thought to determine the future of the global population size. They are the targets for longacting reversible contraception in the name of women’s empowerment, lowering global birth rates, environmental sustainability and economic efficiency. However, far from being a “rebirth”, these efforts narrow sexual and reproductive health agendas and stigmatize “overly fertile” young women. The case of Depo-Provera, among others, shows how fertility control too often takes precedence over other pressing reproductive health concerns, like preventing HIV transmission and acquisition, to the detriment of young women’s health.
Ort:
Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend, PEG-Gebäude, 1.G 191
Datum:
31. Januar 2018, 18 Uhr bis - 20 Uhr c.t.

Roundtable Cornelia Goethe Colloquien: Die Politik der Reproduktionsmedizin

In der Panelveranstaltung diskutieren Frankfurter Vertreter*innen zivilgesellschaftlicher Vereinigungen und die Veranstalterinnen der Vorlesungsreihe politische Fragen rund um aktuelle Entwicklungen in der Reproduktionsmedizin. Offene Fragen aus der Vorlesungsreihe werden aufgegriffen und zur Diskussion gestellt.
Ort:
Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend, PEG-Gebäude, 1.G 191
Datum:
7. Februar 2018, 18 Uhr bis - 20 Uhr c.t.

Rechtsextremisten im Rhein-Main-Gebiet? Lokale Erscheinungsformen und mein Umgang damit

Mit diesem Workshop-Angebot der Hessischen Landeszentrale für Politische Bildung – Referat 2/III Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus / Zeitgeschichte / Rechtsextremismus – gemeinsam mit Spiegelbild aus Wiesbaden möchten wir dem vielfachen Wunsch von Schulen und Jugendinitiativen nachkommen, radikal rechte und offen nazistische Bewegungen in unserer unmittelbaren Umgebung erkennen zu lernen und eine eigene Haltung zu diesem Problem entwickeln zu können.
Ort:
Flexibel
Datum:
Auf Anfrage

Von Heimatsuchern zu Zweitzeugen

HEIMATSUCHER e.V. ist das Zweitzeugenprojekt in der deutschen Erinnerungskultur und Bildungslandschaft. Als Zweitzeug*innen tragen wir die Geschichten der Schoah für die Zeitzeug*innen weiter und erreichen damit Schüler*innen ab der 4. Klasse. In Kooperation mit Heimatsucher e.V. bieten wir für Schulen (ab der 4. Jahrgangsstufe) Projektarbeit vor Ort an, um einen modernen Zugang zum Thema der Schoah zu ermöglichen. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche altersgerecht und modern an dieses komplexe Thema heranzuführen. Unsere Arbeit orientiert sich an den neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Holocaust-Education.
Ort:
Flexibel
Datum:
Auf Anfrage