Hessische Landeszentrale für politische Bildung
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Literatur und Politik: "Deutsche Spuren in Argentinien"

Dr. Bernd Wulffen und Holger EhlingDr. Bernd Wulffen und Holger EhlingBlick ins AuditoriumBlick ins Auditorium

Nach einer kurzen Einführung und Begrüßung durch die verantwortliche Referatsleiterin der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung, Frau Angelika Röming, besprachen Doktor Wulffen und Holger Ehling die historischen Umstände, Auswanderungswellen und ihre ganz persönlichen Erfahrungen bezüglich Argentinien. Dr. Wullfen war von 1970 bis 1991 Kulturattache und Konsul in Buenos Aires.

Argentinien zeichnet sich durch eine sehr große deutsche Gemeinschaft aus, deren Wurzeln bis in das 16. Jahrhundert zurückverfolgt werden können, so der ehemalige Botschafter. Dabei sei die heutige argentinische Gesellschaft, so Wullfen weiter, durch eine große Deutschland-Begeisterung gekennzeichnet, was sich beispielsweise in der großen Anzahl an deutschen Sprachschülern unter den Argentiniern erkennen ließe.

Ein weiterer Aspekt des Gesprächs zwischen Ehling und Dr. Wullfen war die deutsche Einwanderung nach Argentinien. Der deutsche Einfluss auf die argentinische Kultur könne beispielsweise mit dem „Kultinstrument“ des Tangos, dem Bandoneon, belegt werden; dieses stammt ursprünglich aus Sachsen und wurde durch Einwanderer in Argentinien eingeführt.

Allgemein könnten bei den Einwanderungswellen die unterschiedlichsten Gruppen benannt werden. Während es sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts hauptsächlich um Wirtschaftsflüchtlinge gehandelt hatte, die Deutschland Richtung Buenos Aires verließen, seien es in den 30er und 40er Jahre dann zunehmend politische, u. a. jüdische, Menschen gewesen, die nach Argentinien ausgewandert seien.

Zuständiges Referat

Dieses Thema wird von Referat 2/V bearbeitet.