Hessische Landeszentrale für politische Bildung
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Aufnahme der Unterlagen des 1. Frankfurter Auschwitz-Prozesses in das UNESCO-Weltdokumentenerbe

Frankfurt a.M., 16. Mai 2018 – Bei einem Festakt im SAALBAU Gallus in Frankfurt wurden die Unterlagen des 1. Frankfurter Auschwitz-Prozesses (1963-1965) in das UNESCO-Weltdokumentenerbe aufgenommen. 

Der Präsident des Hessischen Landesarchivs, Prof. Dr. Andreas Hedwig, wies in seiner Begrüßung auf die Besonderheit der Dokumente hin, die 456 Aktenbände, 103 Tonbänder mit den Mitschnitten von 319 Zeugen aus der Hauptverhandlung umfassen. Der Hessische Minister für Wissenschaft und Kunst, Boris Rhein, hob in seiner Festrede die Bedeutung des damaligen hessischen Generalstaatsanwalts Fritz Bauer hervor, der den Prozess maßgeblich vorbereitet hatte und gegen zahlreiche Widerstände brauner Seilschaften im Nachkriegsdeutschland leitete.

Prof. Dr. Joachim-Felix Leonhard, Vorsitzender des Deutschen Nominierungskomitees „Memory oft he World“ und Frau Prof. Dr. Verena Metze-Mangold, Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission, sehen die Dokumente als Teil eines entstehenden Gedächtnisses der Menschheit und gleichzeitig auch als Mahnung vor neuem Antisemitismus, dem man entschieden entgegentreten müsse.

Die Hessische Landeszentrale für politische Bildung hat zum Auschwitz-Prozess zwei Publikationen in der Reihe „Blickpunkt Hessen“ veröffentlicht, die hier bestellt werden können.

Irmtrud Wojak

Fritz Bauer und die Aufarbeitung der NS-Verbrechen nach 1945

Blickpunkt Hessen 2


Knigge-Tesche, Renate

„… weit mehr als ein Gerichtsverfahren…“ - Der Auschwitz-Prozess 1963 bis 1965 in Frankfurt am Main

Blickpunkt Hessen 16