Hessische Landeszentrale für politische Bildung
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„Die Beziehungen der USA zur EU und zu Deutschland“

Patricia A. Lacina, die neue Generalkonsulin der USA in Frankfurt a.M., sprach in der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung über „Die Beziehungen der USA zur EU und zu Deutschland“.

Patricia A. Lacina bei ihrem Vortrag

Wiesbaden, 17. Oktober 2018 – Auf Einladung der Europa-Union Deutschland erläuterte Patricia A. Lacina, die neue Generalkonsulin der USA in Frankfurt a.M., in der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung in Wiesbaden die Beziehungen der USA zur Europäischen Union (EU) und zu Deutschland. Moderiert wurde der Vortrag und die anschließende Diskussion von Peter H. Niederelz vom Vorstand der Europa-Union Deutschland.

In ihren Ausführungen wies Patricia A. Lacina auf drei Schwerpunkte der US-amerikanischen Politik gegenüber der EU und Deutschland hin. Zum einen ginge es um Sicherheitsfragen. Ohne Sicherheit gäbe es auch keine wirtschaftliche und soziale Stabilität. Sie betonte, dass es deswegen notwendig wäre, dass Deutschland die Militärausgaben weiter erhöhe, gerade aufgrund der zahlreichen Sicherheitsbedrohungen in der Cyberwelt, durch Terrorismus etc. Zum anderen ginge es um das Thema Energie, bei der eine enge Zusammenarbeit wichtig sei. Die neue russische Gas-Pipeline sähe die USA hier kritisch und sollte nicht zu einer stärkeren Abhängigkeit der EU und Deutschlands von Russland führen. Als dritten Punkt nannte sie den wirtschaftlichen Bereich. Die USA wollten einen freien Markt ohne Zölle und Hindernisse. Anstehende Verhandlungen mit der Europäischen Union sollten dazu führen, dass diese möglichst aufgehoben würden.

Darüber hinaus wies Patricia A. Lacina daraufhin, dass es in Deutschland so viele Institutionen, Einrichtungen und Gruppierungen gäbe, die sich intensiv um einen deutsch-amerikanischen Austausch bemühen würden. Das gäbe es sonst nirgendwo auf der Welt in dieser Dichte und Vielfalt. Es gäbe auch allein von den familiären Wurzeln eine tiefe und enge Verbundenheit mit Deutschland.

Bei den anschließenden Fragen aus dem Publikum ging es auch um die neue Politik der USA unter der Präsidentschaft von Donald Trump. Sie bestätigte, dass es z.B. beim Thema Iran Differenzen gäbe und sich der Politikstil verändert hätte. Aber sie wies gleichzeitig daraufhin, dass viele Themen, die mit der EU und Deutschland seit Jahrzehnten auf der Agenda stünden, dieselben geblieben wären und hier sich nichts Wesentliches geändert hätte.

Mit freundlichem Applaus wurde Patricia A. Lacina verabschiedet, die danach noch für weitere Fragen und Gespräche zur Verfügung stand.