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Themenwoche Islamismus - Salafismus

Prof. Dr. Susanne Schröter, Leiterin des Frankfurter Forschungszentrums globaler Islam (FFGI) und Direktorin des Instituts für Ethnologie sowie Vorstandmitglied des Deutschen Orient-Instituts

Den Auftakt zur einwöchigen Themenwoche Islamismus – Salafismus machte Frau Prof. Dr. Susanne Schröter, Leiterin des Frankfurter Forschungszentrums globaler Islam (FFGI) und Direktorin des Instituts für Ethnologie sowie Vorstandmitglied des Deutschen Orient-Instituts.

Frau Prof. Schröter führte zunächst in die begrifflichen Grundlagen der Thematik ein und gab einen historischen Abriss über die Entstehung des Islam. Mit eindringlichen Beispielen und Bildmaterial wurde den Besucherinnen/-ern die verschiedenen Facetten des Salafismus und Jihadismus vor Augen geführt  - vom Auftreten der Salafisten in Deutschland bis hin zum aktuellen Bürgerkrieg im Irak und in Syrien in Form des Jihad. In diesem Zusammenhang erklärte die Referentin auch den Aspekt der Anziehungskraft dieser extremistischen und radikalen Bewegung, die auf manche Muslime, aber auch beispielsweise auf deutsche jugendliche Konvertiten eine Faszination ausübt. Sowohl die Ideologie als auch der Lebensstil und die Rolle der Gemeinschaft bewegen Menschen dazu, sich den Salafisten anzuschließen. Ein Schlüsselaspekt ist hierbei das Wissen um diese Bewegung, die Abgrenzung vom friedlichen Islam und die Aufklärung, was sich tatsächlich hinter der salafistischen Propaganda verbirgt.

Im Anschluss hatten die BesucherInnen die Möglichkeit, untereinander ins Gespräch zu kommen und der Referentin Fragen zu stellen.

Dr. Gundula Krüger, Islam- und Religionswissenschaftlerin

Am 06.10.2015 hielt Frau Dr. Gundula Krüger, Islam- und Religionswissenschaftlerin, einen Vortrag im Rahmen der Themenwoche Islamismus-Salafismus über die verschiedenen islamistischen Strömungen: Islamismus, Wahhabismus, Salafismus und Djihadismus. Dabei wurde deutlich, dass die islamistischen Gruppen grundsätzlich in gewaltbereite und gemäßigte Islamisten zu unterscheiden sind. Neben der Einführung zum Koran und dessen unterschiedlicher Lesarten und Übersetzungen wurde auch die Rolle der Frau im Islam thematisiert und der Islamismus in seiner salafistischen und terroristischen Form besprochen. Im Anschluss an die Veranstaltung hatten die Besucherinnen und Besucher erneut die Möglichkeit, Fragen zu stellen und miteinander ins Gespräch zu kommen. 

Martin Schäuble, Politikwissenschaftler, Journalist und Autor

Am 07.10.2015 stellte im Rahmen der Themenwoche Islamismus-Salafismus Dr. Martin Schäuble, Politikwissenschaftler, Journalist und Autor, sein Buch „Blackbox Dschihad“ vor. Das Buch erzählt die Geschichte von zwei jungen Männern mit ganz unterschiedlichen Leben, aber einem gemeinsamen Ziel: Sie wollen sich dem Dschihad anschließen und Gotteskrieger werden. Im Rahmen des Vortrages wurden die persönlichen Motive und Hintergründe der beiden Männer dargestellt und damit die Möglichkeit geboten, nicht nur auf der Sachebene den Salafismus zu erörtern, sondern auch anhand von tatsächlichen Lebensweltbezügen zweier ganz unterschiedlicher Biographien.


Behnam T. Said, Islamwissenschaftler am Landesamt für Verfassungsschutz in Hamburg

Am 08.10.2015 hielt im Rahmen der Themenwoche Islamismus-Salafismus Behnam T. Said, Islamwissenschaftler am Landesamt für Verfassungsschutz in Hamburg, einen Vortrag über den Islamischen Staat. Herr Behnam skizzierte die Geschichte des IS und setzte sie in den Zusammenhang der Erfahrungen und Folgen des „Arabischen Frühlings“. Die Auswirkungen des IS charakterisierte Behnam T. Said treffend mit dem Zitat „Der Versuch, den Himmel auf Erden einzurichten, erzeugt stets die Hölle“ (Karl Popper, 1958). Im Anschluss an den Vortrag folgte eine gemeinsame Diskussionsrunde mit dem Referenten.

Zuständiges Referat

Dieses Thema wird von Referat 2/V bearbeitet.