Hessische Landeszentrale für politische Bildung
HLZ – Politische Bildung in und für Hessen
Bild Deine Demokratie

Symposium: Das Zeitalter der Weltkriege 1914- 1945. Anmerkungen und Reflexionen

Am 20. Februar 2014 fand im Vortragssaal der Frankfurter Sparkasse 1822 ein gemeinsames Symposium des Instituts für Stadtgeschichte Frankfurt und der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung statt. Unter der Überschrift "Das Zeitalter der Weltkriege 1914-1945" machten drei namhafte Historiker deutlich, dass die beiden Weltkriege nicht allein aus einem nationalen Zusammenhang heraus zu verstehen sind, sondern als Teil einer gemeinsamen, vor allem europäischen Geschichte. Neben den interessanten Vorträgen beteiligten sich viele aus dem Kreis der rund 200 Teilnehmer an den regen Diskussionen.

Zur Eröffnung der Tagung erläuterte der Direktor der HLZ, Dr. Bernd Heidenreich, das Anliegen der politischen Bildung:

"Ob und was man aus der Geschichte lernen kann, ist unter Historikern, Philosophen und Politikern umstritten. Der Ansatz der HLZ ist daher etwas bescheidener: Wir wollen in dieser Tagung versuchen, das Zeitalter der Weltkriege, seine Entstehung und sein Verlauf, aber auch das Verhältnis von Zufall und Notwendigkeit historischer Abläufe besser zu verstehen. Denn solches Verstehen ist die Voraussetzung, um die besondere Verantwortung zu spüren, die gerade für uns Deutsche aus unseren moralischen Hypotheken und aus unserer geografischen Lage erwächst."

Prof. Sönke Neitzel lehrt Internationale Geschichte an der London School of Economics. In zwei Vorträgen zeichnete er die Anfänge des Ersten und des Zweiten Weltkrieges nach, arbeitete Gemeinsamkeiten und Unterschiede heraus. In einem zweiten Vortrag sprach er über den "totalen Krieg", seine territorialen Ausmaße und die industrialisierte Kriegsführung.

Prof. Dr. Bernd Wegner ist Professor für Neuere Geschichte an der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr Hamburg. Er regte eine erweiterte, globale Sicht auf Beginn und Ende der beiden Weltkriege an, indem er den mitteleuropäischen Fokus in der Geschichtsschreibung, vor allem aber in den gesellschaftlichen Narrativen in Frage stellte.

Prof. Dr. Arnd Bauerkämper lehrt Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts an der Freien Universität Berlin. Er skizzierte in seinem Vortrag die unterschiedlichen Gedenk- und Erinnerungskulturen an die beiden Weltkriege in einzelnen europäischen Ländern.

 

Zuständiges Referat

Dieses Thema wird von Referat 1/Direktor bearbeitet.