Hessische Landeszentrale für politische Bildung
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Literatur und Politik: "Das Bild in mir - ein Kriegskind folgt den Spuren seines Vaters"

Am 03. Juli 2014 war Frau Dr. Helga Gotschlich zu Gast bei der Veranstaltungsreihe „Literatur und Politik“ der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung (HLZ) in der Taunusstraße 4-6 in 65183 Wiesbaden.

Im Rahmen der Veranstaltung „Das Bild in mir - ein Kriegskind folgt den Spuren seines Vaters“ stellte die Autorin Dr. Helga Gotschlich ihr gleichnamiges Werk vor, in dem sie auf ihre eigene Geschichte als Kriegskind eingeht. Die Zeitzeugin begab sich auf die Suche nach ihrem verlorenen Vater, genannt „Papa Paul“, der nach Kriegsende nicht nach Hause zurückgekehrt war. Nachdem die Autorin zu Beginn der Veranstaltung auf die Hintergründe der Entstehung ihres Werkes einging, las sie aus ihrem Buch vor.
Dr. Helga Gotschlich schrieb ihre Erinnerungen auf und stellte sie in den Kontext ihrer Arbeit als Historikerin, um diese zu überprüfen und aufzuarbeiten. Die Autorin gibt mit ihrer persönlichen Geschichte eine psychoanalytische Betrachtung der „vergessenen“ Kriegskindergeneration. Das bisher eher randständige Thema der Geschichtsforschung rückt nun immer mehr in die öffentliche Betrachtung. „Das Bild in mir“ ist eine exemplarische Geschichte für viele Kinder des Krieges, die ohne Vater aufwuchsen und sich mit den Fragen nach den eigenen Wurzeln beschäftigen.

Die oben vorgestellte Publikation „Das Bild in mir - ein Kriegskind folgt den Spuren seines Vaters“ kann über das Publikationsverzeichnis der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung bezogen werden.

Im Anschluss an die bewegende Veranstaltung hatten die Gäste die Möglichkeit, an die Referentinnen Fragen zu stellen und ihr Buch von Frau Dr. Helga Gotschlich signieren zu lassen.

Dr. Helga Gotschlich war Historikerin an der Akademie der Wissenschaften der DDR (AdW). Nach der deutschen Wiedervereinigung konnte Helga Gotschlich als Direktorin des Instituts für zeitgeschichtliche Jugendforschung (IzJ) und als wissenschaftliche Mitarbeiterin der TU Berlin ihre Forschungsarbeit fortsetzen.

Dr. Ulrike Schuster ist Historikerin und Journalistin und lebt in Berlin.

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